Jan Thomas in Wels

Wilde Tiere am Kunstparcours

Seine Figuren haben Pfoten, zottiges Haar und lange Zähne. Einige tragen sogar Waffen mit sich. Sie heißen Säbelzahntiger, Aal oder „Mottentypen“. Willkommen in der schrägen Welt des Jan Thomas! Der Künstler aus Halle schnitzt ein neues Universum. Die Galerie der Stadt Wels stellt den spannenden Bildhauer vor.

„Der Säbelzahntiger ist ein prähistorisches Relikt und Opfer der Evolution“, erklärt Jan Thomas (37). Der Tiger konnte aufgrund seiner Zähne schlecht fressen, was ihn aussterben ließ. Jan Thomas schnitzt nun Säbelzahntiger aus Pappelholz und jagt sie in der Horde über den Kunstparcours.

Mit seinen „Evolutionsopfern“ will er uns nicht belehren, sondern eine Brücke zu den Mottentypen schlagen, die an der Wand hochklettern. Sie sind mit (geschnitzten) Sprengstoffgürteln und Maschinengewehren bewaffnet. „Terrorismus wird vielleicht auch einmal das Opfer der Evolution“, meint Thomas dazu.

Seine niedlichen Schreckwesen sind holzgewordene Gedanken und Kommentare zur Zeit. Auch Hunde treten auf. „Ich stelle dem besten Freund des Menschen einen Aal gegenüber. Der Aal ist unerforschtes Instinktwesen und er ist flexibel, er kann Jahre ohne Futter auskommen.“ Evolution, Biologie und Mutation gehen eine faszinierende Symbiose ein.

Galerie der Stadt Wels, Pollheimerstraße 17, Wels: bis 4. Mai, Di bis Fr 14 - 19, So 10 - 16 Uhr

 

 

 

Foto: Galerie der Stadt Wels

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