Verkaufsgerüchte

Ausgetrickste CVC ist nun wieder auf Lenzing scharf

Von der Voest bei der Übernahme von Böhler-Uddeholm ausgetrickst, ist die CVC-Gruppe nun angeblich scharf auf die Lenzing AG - wieder einmal: Schon vor sechs Jahren wollten die internationalen Investoren den Faser-Technologieführer einsacken. Der Deal scheiterte damals am Kartellrecht, weil die CVC schon einschlägige Firmen besaß.
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Da es heute keine kartellrechtlichen Bedenken mehr gebe, wird in Industriekreisen nach diversen asiatischen „Heuschrecken“ nun CVC als weiterer Interessent für die Lenzing AG gehandelt.

Das wieder bestärkt die Befürworter heimischer Fondslösungen für Leitbetriebe, die unter anderem von RLB-General Ludwig Scharinger, Hannes Androsch und der Landes-SP vorgeschlagen wurden.

„Die AK will das seit fünf Jahren“, stellt sich Präsident Johann Kalliauer eine bundesweite Kooperation von ÖIAG und Banken vor: „Es wäre aber auch für einen landesweiten Fonds in Oberösterreich allein genug Kapital da.“

Die einhellige Begeisterung, mit der die Landespolitiker die Böhler-Übernahme durch die Voest aufgenommen haben, wird auch von der Industriellenvereinigung geteilt. Präsident Klaus Pöttinger sieht darin ein Zeichen, dass man „keine Angst vor ausländischen Investoren“ haben müsse - die heimische Industrie habe ihre Stärke bewiesen. Auch die IV kämpfe „seit Jahren für eine Strategie, Unternehmenszentralen im Land zu behalten und weitere zu bekommen“, so Pöttinger.

 

 

 

Foto: Chris Koller

Donnerstag, 18. August 2022
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(Bild: stock.adobe.com, Krone KREATIV)