Temelin

Atomgegner "drehen auf"!

Mit gleichzeitigen Blockaden aller drei Grenzübergänge nach Tschechien haben Oberösterreichs Atomgegner schon am Mittwoch protestiert, jetzt tragen sie ihre Wut über den „Temelin-Umfaller“ des Kanzlers in Prag auch nach Linz: Vor der Regierungsklausur im Ars Electronica Center wollen sie „aufdrehen“.

Die Aktivisten von „atomstopp oberösterreich“ meinen das wörtlich: Wenn sie am Freitag zwischen 9.30 und 11 Uhr mit Transparenten und Blockade-Lkw vor dem AEC stehen, drehen sie Lautsprecher auf und spielen den Linzern ein Tonband vor, das sie bei einem Gespräch mit Alfred Gusenbauer vor seiner Wahl zum Bundeskanzler aufgenommen haben.

„Die Temelin-Proteste sind berechtigt“, hatte Gusenbauer im September in Pregarten gesagt: „Die Bundesregierung tut nicht das, was sie machen könnte.“

Nun handle der Kanzler selbst so, werfen ihm die Temelin-Gegner vor. Sie hatten erwartet, dass er in Prag die vom Nationalrat beschlossene Völkerrechtsklage bekannt gibt, stattdessen vereinbarte er eine parlamentarische Kommission – eine Alibihandlung, wie auch Grün-Landesrat Rudi Anschober meint. „Die Regierungsklausur in Linz muss den Beschluss des Nationalrats auf Schiene bringen“, verlangt er.

Foto: Hannes Markovsky

Donnerstag, 13. Mai 2021
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