02.02.2007 07:45 |

Droht Epidemie?

Norovirus in Klagenfurter Spital eingeschleppt

Virus-Alarm am Landeskrankenhaus Klagenfurt: Die neurologische Abteilung musste am Mittwoch zum Teil isoliert werden, ein Patient hatte das hoch ansteckende Norovirus eingeschleppt.

Betroffen sind zwölf Patienten, laut dem medizinischen Direktor Thomas Koperna wurde ein Aufnahmestopp verhängt. Besucher der Station müssen strenge Hygienemaßnahmen einhalten, Mundschutz, Schutzmantel und Handschuhe tragen und sich die Hände zwei Minuten lang mit einem Desinfektionsmittel waschen.

Droht eine Epidemie?
Auch bei den niedergelassenen Ärzten haben Magen-Darm-Erkrankungen "Hochsaison". Ob es sich um eine Novovirus-Epidemie handelt, ist aber noch unklar. In Deutschland ist die Epidemie bereits ausgebrochen: Experten rechnen mit bis zu einer Million Erkrankten, drei Menschen starben an der Infektion.

Das Magen-Darm-Virus zeichnet sich durch abrupt einsetzendes Erbrechen und schweren Durchfall aus. Die Symptome klingen aber normalerweise nach 72 Stunden ab. Zwar verläuft die Krankheit normalerweise nicht tödlich, für kleine Kinder und alte Menschen kann die Infektion wegen des Flüssigkeitsverlustes aber gefährlich sein. Es gibt keine Impfung gegen diese Erkrankung.

"Die Viren sind im Ansteigen, doch es besteht kein Grund zur Panik. Von einer Epidemie sind wir noch weit entfernt", beruhigt Michael Kunze vom Institut für Sozialmedizin in Wien. Er rät jedoch zu besonderer Hygiene - gründlich die Hände waschen und die Toilette desinfizieren.

 

 

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