Fr, 19. April 2019
11.12.2017 07:37

200 Schuss in Berlin

AK-47-Munition nahe Weihnachtsmarkt - Großalarm

Der Fund von 200 Schuss neuwertiger Munition vom Kaliber 7.65 (wie sie auch für das Sturmgewehr AK-47 verwendet wird, Anm.) in der Nähe des Weihnachtsmarktes am Schloss Charlottenburg hat am Sonntagabend in Berlin zu einem Großeinsatz der Polizei geführt. Der Mieter eines Tiefgaragenstellplatzes am Spandauer Damm hatte die Polizei über den brisanten Fund informiert.

Nach Angaben der "B.Z." hatte der Mieter neben seinem geparkten Auto, hinter einem Stapel Winterreifen, zufällig eine kleine Plastiktüte gesehen und so die Munition entdeckt. Die Streifenbeamten alarmieren daraufhin ihre Kollegen vom Staatsschutz, die Kriminalpolizei sowie die Kriminaltechnik. Beamte einer Hundertschaft mit Sprengstoffspürhunden suchten das Gelände ab, konnten aber keine weitere Munition oder Waffen finden.

"Aufgrund der Nähe des Munitionsablageortes zum Weihnachtsmarkt und der Tatsache, dass sich oberhalb der Tiefgarage eine Moschee befindet, wird eine Gefahrenlage angenommen", heißt es in einem polizeiinternen Schreiben, das die "B.Z." einsehen konnte. Die Munition wird von Kriminaltechnikern untersucht, man hoffe, DNA-Spuren zu finden, hieß es am Sonntagabend. Staatsschützer versuchten zudem zu ermitteln, ob möglicherweise islamistische Gefährder zu den Besuchern der Moschee zählen.

Dass sich der Fundort in der Nähe des Weihnachtsmarkts am Schloss Charlottenburg befinde, sei nach Angaben eines Polizeisprechers aber vermutlich eher "Zufall". Nach ersten Erkenntnissen habe dies nichts mit einem möglichen Anschlag zu tun - die Hintergründe des Funds müssten aber weiter untersucht werden, hieß es.

Vor knapp einem Jahr, am 19. Dezember 2016, war der islamistische Attentäter Anis Amri mit einem gekaperten Sattelzug in einen Berliner Weihnachtsmarkt gerast und hatte elf Menschen in den Tod gerissen. Den polnischen Lastwagenfahrer hatte der Tunesier zuvor erschossen. Rund 70 Menschen wurden bei dem Anschlag teils schwer verletzt. Amri wurde auf der Flucht von der Polizei in Mailand erschossen.

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