04.01.2007 07:19 |

Staatsbegräbnis

Ehemaliger US-Präsident Gerald Ford beigesetzt

Nach sechstägiger Staatstrauer ist der frühere US-Präsident Ford am Mittwoch in seinem Heimatort Grand Rapids (Michigan) im Familien- und Freundeskreis beigesetzt worden. Zuvor waren rund 60.000 Menschen am Sarg des 38. Präsidenten der USA vorbeigezogen, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Nach 21 Schuss Salut wurde Ford in einer Gruft auf einem Hügel neben dem nach ihm benannten Museum beerdigt.

Zwei von Fords Kindern unterstützten Ehefrau Betty, die in ihrem Stuhl während der Beerdigung einen Schwächeanfall erlitt, als eine Formation von 21 Kampfjets über die Trauernden flog. Vizepräsident Cheney überreichte der 88-jährigen Witwe die Flagge, die auf Fords Sarg gelegen war.

In einer Trauerrede unmittelbar vor der Beisetzung würdigte Ex- Präsident Carter den Verstorbenen. "Ich danke meinem Vorgänger für alles, was er tat, um die Wunden des Landes zu heilen." Als Beispiele nannte Carter die Verbesserungen der Beziehungen zu China und den Friedensprozess zwischen Ägypten und Israel. Ex-Verteidigungsminister Rumsfeld, der schon unter Ford dieses Amt innehatte, nannte ihn einen "Patrioten, der wusste, dass Freiheit wertvoll ist".

Ford war am vergangenen Dienstag in seinem Haus im kalifornischen Rancho Mirage gestorben. Er war von 1974 bis 1976 Präsident der Vereinigten Staaten gewesen. Es gelang ihm als einzigem Politiker in der Geschichte der USA, sowohl das Amt des Vizepräsidenten als auch jenes des Präsidenten einzunehmen, ohne gewählt zu werden.

Vielen Österreichern ist Ford wegen seines spektakulären Ausrutschers bei einem Besuch Anfang Juni 1975 in Salzburg in Erinnerung. Beim Aussteigen aus der US-Präsidentenmaschine stürzte er die Gangway hinunter.