Helmut Kern im Talk:

„Pflege lebt von menschlicher Zuwendung“

Wirtschaft
04.12.2017 07:00

Moderator und Immobilien-Punk Gerald Hörhan diskutiert im "Krone"-Karrierepool ab sofort wöchentlich mit Experten und Top-Managern über die Vor- und Nachteile der Digitalisierung für die Wirtschaft und den österreichischen Arbeitsmarkt. Diese Woche zu Gast: Helmut Kern, Gesamtleiter Barmherzige Brüder Wien.

Als "Investment-Punk" und Autor berühmt geworden, beschäftigt sich Hörhan mit der Welt der Digitalisierung. Er nimmt in unserer krone.tv-Serie nicht nur den aktuellen Arbeitsmarkt und die Zukunftsvisionen der heimischen Wirtschaft unter die Lupe, sondern diskutiert mit Brancheninsidern und Experten auch über (Aus-)Bildung, dringend benötigte Skills, Chancen und Risiken und den Einstieg Älterer in oft noch unbekannte digitale Welten.

"Pflege lebt von menschlicher Zuwendung"
Medizin und Digitalisierung stellen die Kernthemen des heutigen Karriere-Talks auf krone.tv. Helmut Kern stellt sich geduldig Hörhans Fragen. Ob uns bald Roboter pflegen werden, will dieser gleich zu Beginn des Gespräches wissen. Kern: "Roboter können wir im Gesundheitswesen bald einsetzen. Noch sind sie nicht soweit, sondern nur im Versuchsstadium, aber Roboter werden einzelne Tätigkeiten übernehmen können. Die richtige Pflege lebt von menschlicher Zuwendung und die können Roboter nicht ersetzen - da wird man weiterhin Menschen brauchen".

Gerald Hörhan (l.) und Helmut Kern (m.) im krone.tv-Studio (Bild: krone.tv)
Gerald Hörhan (l.) und Helmut Kern (m.) im krone.tv-Studio

Digitale Helferlein in der Gesundheitsvorsorge
In der Gesundheitsvorsorge und -medizin würden Chips und Co. jedoch bald eine Rolle spielen, etwa bei der Früherkennung von Schlaganfällen und Herzinfarkten.

"Barmherzigkeit ist allein Menschen zu eigen"
Roboter wären aber eventuell zu einfachen Aufgaben fähig, etwa Windeln zu wechseln, Kanülen zu stechen oder Fieber zu messen. Das persönliche Gespräch, die Wärme, die Pflegepersonen den Patienten bieten, könnten Roboter jedoch nie aufbringen. Das seien jedoch wesentliche Teile des Heilungsprozesses. Der Experte: "Was die Roboter tun können, ist, die Pflegearbeiten dem Pflegepersonal abzunehmen, die mechanisch, re­pe­ti­tiv sind. Dann haben die Pflegemitarbeiter mehr Zeit, sich dem Patienten zu widmen - auf der menschlichen Ebene." Denn echte Barmherzigkeit würden Roboter jetzt und auch in Zukunft nie aufbringen können.

"Dürfen nicht paranoid werden!"
Patienten empfiehlt der Experte, sich durch das Internet und neue technische Möglichkeiten, etwa bei der Suche nach einer vom Arzt (noch) nicht erkannten Diagnose, nicht verrückt machen zu lassen. "Wenn Sie einen Schnupfen haben und Sie gehen Sie ins Internet, dann finden Sie hundert Krankheiten, die Sie haben - und sind morgen tot. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht paranoid werden". Die Möglichkeiten findet Kern jedoch wertvoll und gut.

Weitere Videos der Serie
Auf krone.at/karrierepool sowie krone.at/wirtschaft finden Sie wöchentlich den neuen Expertentalk mit unserem "Karrierepool-Punk" Gerald Hörhan.

  • Sehen Sie HIER Teil 1 der Serie: AMS-Vorstandschef Johannes Kopf über die Auswirkungen der Digitalisierung auf Arbeitnehmer und den heimischen Arbeitsmarkt.
  • Sehen Sie HIER Teil 2 der Serie: Unternehmerin Eveline Pupeter über die Frage, ob man mit 35 heutzutage schon zu alt für den Arbeitsmarkt ist.
  • Sehen Sie HIER Teil 3 der Serie: Klaus Fetka, Personalleiter bei der Porsche Holding GesmbH., über die Zukunft der Automobilbranche.
  • Sehen Sie HIER Teil 4 der Serie: Peter Weinelt von den Wiener Stadtwerken über lebenslanges Lernen und warum Unternehmen mit Arbeitnehmern mitwachsen müssen.
  • Sehen Sie HIER Teil 5 der Serie: Manuela Lindlbauer über die Extra-Meile, Familie, Beruf und gegebenen Mindset.

Tipp: Offene Stellenangebote sind jeden Samstag in Wien, Niederösterreich, Burgenland und jeden Sonntag in Steiermark, Kärnten, Tirol, Vorarlberg, Salzburg, Oberösterreich in der Kronen Zeitung.

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