Mi, 19. Dezember 2018

Deal mit Diktator

29.09.2017 21:10

Nordkoreaner haben Pässe aus Österreich

Im brandheißen Nordkorea-Konflikt spielt auch Österreich eine heikle politische Rolle. Wie die "Krone" erfahren hat, machte unsere Staatsdruckerei Ende 2015 Geschäfte mit Machthaber Kim Jong Un. Zu dieser Zeit hatte der Diktator sein Land noch nicht völlig von der Weltgemeinschaft abgeschottet. Passlieferungen fallen zudem auch derzeit unter kein Embargo.

Atomtests, Raketenstarts, Säbelrasseln - die Welt blickt gebannt auf den immer aufgeheizteren Konflikt zwischen US-Präsident Donald Trump und "Babyface" Kim Jong Un. Das völlig abgeschottete Land will als Atommacht mit Massenvernichtungswaffen abschrecken. Um ein verheerendes Kriegsszenario abzuwenden und Nordkorea an den Verhandlungstisch zu bringen, verschärfen die Vereinten Nationen fast schon wöchentlich die wirtschaftlichen Sanktionen.

Pass-Vertrag aus dem Jahr 2015
In diesem spannungsgeladenen Umfeld kommt jetzt Österreich ins Spiel. Nach "Krone"-Recherchen erging zuletzt im Herbst 2015 eine Anfrage an die heimischen Behörden über die mögliche Ausfuhr von Reisepässen in die Demokratische Volksrepublik. Dazu muss man wissen, dass die Österreichische Staatsdruckerei für die hohen Sicherheitsmerkmale bei der Dokumentenherstellung weltweit geschätzt ist und mit Dutzenden Ländern Geschäftsbeziehungen hat.

Darunter ist - wie auch schon in der Vergangenheit - Nordkorea. Ein Insider meint dazu: "Besser wir liefern Pässe und sind über Sicherheitsmerkmale informiert ..."

Christoph Budin, Kronen Zeitung/krone.at

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