Fr, 14. Dezember 2018

Nordkorea-Konflikt

19.09.2017 16:40

Trump droht "Rocket Man" mit totaler Vernichtung

US-Präsident Donald Trump hat im Konflikt um das nordkoreanische Raketenprogramm mit dem massiven Einsatz des US-Militärs gedroht. Die USA würden das asiatische Land "völlig zerstören", wenn das Regime in Pjöngjang nicht nachgebe, warnte Trump am Dienstag in seiner Rede vor der UNO-Vollversammlung in New York. Die nordkoreanische Regierung verurteilte er als "verkommenes Regime".

"Der Abbau der Nuklearwaffen ist der einzige gangbare Weg", sagte Trump. "Die USA sind ein Land von großer Stärke und Geduld", sagte Trump. Wenn die Vereinigten Staaten aber gezwungen würden, müssten sie Nordkorea zerstören. "Der Raketenmann ist auf einem selbstmörderischen Weg", sagte der US-Präsident in Bezug auf Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un.

Mehr oder weniger eindeutige Warnungen richtete der US-Präsident auch an die Regierungen im Iran und in Syrien. Die beiden seien Schurkenstaaten, die sich gegen die eigene Bevölkerung richteten und Gewalt und Terrorismus exportierten. Die Führung in Teheran müsse endlich die Rechte ihrer Nachbarn akzeptieren und sich konsequent gegen jede Form von Terrorismus stellen. Es gebe im Iran viele Menschen guten Willens, die einen Wechsel wollten. Sie müssten endlich gehört werden.

Iran-Deal "einer der schlechtesten, die je gemacht wurden"
Das internationale Atomabkommen mit dem Iran bezeichnete Trump erneut als einen der schlechtesten Verträge, die jemals abgeschlossen worden seien. Das Abkommen sei eine Erniedrigung für die USA. In Richtung des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad meinte Trump, die USA würden nicht dulden, wenn Regierungen Chemiewaffen gegen die eigene Bevölkerung einsetzten.

"Venezolanische Regierung lässt Menschen verhungern"
Auch Venezuela fand sich auf Trumps Liste jener Staaten, die von der Weltgemeinschaft zu einer Kursänderung gezwungen werden müssten. Die Regierung in Caracas lasse die Bevölkerung verhungern. "Das Problem in Venezuela ist nicht, dass der Sozialismus nur dürftig umgesetzt worden wäre, sondern dass er überzeugt umgesetzt worden ist. Die Situation ist völlig inakzeptabel. Wir können nicht danebenstehen und zusehen", so der Gastgeber der Generalversammlung. Die sozialistische Regierung habe ein prosperierendes Land ruiniert.

"America First" als Vorbild für alle Staaten
Sein Bekenntnis zu "America First" brachte Trump auch vor der größtmöglichen internationalen Kulisse zum Ausdruck: "Solange ich dieses Amt bekleide, werde ich die Interessen Amerikas vor allen anderen verteidigen." Diese Politik sollten auch alle anderen Staats- und Regierungschefs in der Welt verfolgen, so der 71-Jährige, denn schließlich würden souveräne und starke Staaten im eigenen Interesse auch zusammenarbeiten.

UNO-Chef warnt vor Krieg mit Nordkorea
Zum Auftakt der Generaldebatte hatte UNO-Generalsekretär Antonio Guterres vor der Gefahr eines Krieges mit Nordkorea gewarnt. Der Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm müsse mit politischen Mitteln gelöst werden, mahnte Guterres. "Millionen Menschen leben unter einem Schatten des Grauens", sagte mit Blick auf die Provokationen Pjöngjangs durch Atom- und Raketentests. Die Nordkoreaner müssten Hunger und schwere Verletzungen ihrer Menschenrechte erleiden.

"Der Gebrauch von Atomwaffen sollte undenkbar sein. Selbst die Androhung ihres Einsatzes darf niemals geduldet werden. Aber die weltweiten Ängste vor Atomwaffen sind heute auf dem höchsten Niveau seit dem Ende des Kalten Krieges", sagte Guterres. "Wir dürfen nicht in den Krieg schlafwandeln." Die Verbreitung von Atomwaffen bezeichnete er als eine "unvorstellbare Gefahr".

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