Sa, 22. September 2018

Peinliche Papiere

11.09.2017 06:08

Kritik an SPÖ-Erklärungen über "schmutzige Videos"

Wahlkampfbedingte Erregung über die am Wochenende bekannt gewordenen peinlichen Papiere aus der SPÖ-Wahlkampfzentrale. FPÖ-General Herbert Kickl sagt, SPÖ-Manager Georg Niedermühlbichler solle die Österreicher "nicht für dumm verkaufen". ÖVP-Chef Sebastian Kurz appelliert an Bundeskanzler Christian Kern, "die Schmutzkübelgeschichten einzustellen".

Ausgangspunkt für die Aufregung sind über das "profil" bekannt gewordene Papiere, in denen der vorübergehend festgenommene und danach von der SPÖ gefeuerte Wahlkampfberater Tal Silberstein empfohlen hatte, man solle über den ÖVP-Spitzenkandidaten Sebastian Kurz "schnelle und schmutzige Videos" produzieren.

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Niedermühlbichler hatte in diesem Zusammenhang erklärt, man wäre "gehackt worden". Ein anderer Berater aus dem Kanzlerumfeld, Rudolf Fußi, erklärte jedoch am Sonntag in einer Videobotschaft seine Mutmaßung, dass eine ehemalige Mitarbeiterin von Tal Silberstein einen Datenstick mit internen E-Mails verkauft habe.

In der SPÖ-Zentrale erklärte man dazu am Sonntag, dass "für dieses Szenario keine Beweise" vorliegen würden. Fakt ist jedoch, dass ein umfangreiches Datenkonvolut an die Öffentlichkeit gelangt ist. Unter anderem merkwürdige Redeempfehlungen an den Bundeskanzler. Enthalten sind auch diverse Analysen über den Zustand der Partei beziehungsweise die mangelnde Kampagnenfähigkeit der SPÖ. Angefertigt hat dieses Papier ein früherer Mitarbeiter von Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer.

Claus Pándi, Kronen Zeitung

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