Mi, 19. September 2018

Häufigste Ursachen

06.09.2017 09:52

Sommerbilanz: 509 Staus auf Österreichs Straßen

Insgesamt 509 Staus hat es im Reiseverkehr an den Sommerwochenenden heuer gegeben. Das sind rund 20 Prozent weniger als im Vorjahr - trotzdem steigt die Belastung an Wochentagen. Mittlerweile wird jeder fünfte Stau durch Unfälle verursacht, im Jahr 2016 waren es noch 32 Prozent gewesen.

Gezählt wurden Staus mit einer Länge von mehr als 1,5 Kilometern bzw. Verzögerungen von mindestens 15 Minuten während der Ferien in Österreich. Laut ÖAMTC waren Verkehrsüberlastungen mit knappen 41 Prozent dieses Jahr abermals die häufigste Ursache für Staus. Vor den Tunnels der Hauptreiserouten wurde regelmäßig Blockabfertigung verhängt. Trotz des Rückganges behaupten von Unfällen verursachte Staus mit knappen 21 Prozent Platz zwei. Fast gleichauf rangieren Grenzkontrollen (15,7 Prozent) und Baustellen (15,2 Prozent) als Stauursachen.

Reisende werden flexibler
Laut ÖAMTC-Stauberater Herber Thaler sei es an der Grenze Walserberg den ganzen Sommer über auch wochentags zu Verzögerungen gekommen. "Die Reisenden sind flexibler geworden und weichen den Hauptreisetagen zeitlich aus. Das ergibt zwar Verzögerungen auch unter der Woche, die Wartezeiten am Wochenende verkürzen sich aber."

Salzburg und Tirol führen Stauranking
Die klassischen Transitländer Tirol und Salzburg führen auch heuer das Stauranking des ÖAMTC an. Ist das Stauaufkommen in Tirol von 27,4 auf knappe 25 Prozent leicht rückläufig, so bleibt Salzburg mit 18,6 Prozent im Ländervergleich stabil. Den dritten Rang nimmt heuer die Steiermark mit 16,1 Prozent ein. Hier wirkten sich vor allem Tunnelsanierungen auf der Pyhrnautobahn (A9) auf den Verkehrsfluss aus. In Kärnten (11,4 Prozent) bildete erwartungsgemäß der Karawankentunnel (A11), in Niederösterreich (10,4 Prozent) der Gegenverkehrsbereich auf der Westautobahn (A1) zwischen Pöchlarn und Melk neuralgische Engstellen.

Ferienbeginn in Bayern sorgte für Stau-Höhepunkt
Die ersten beiden Wochenenden bei Ferienbeginn Bayern, 29. bis 30 Juli und 5. bis 6. August, sorgten für die Höhepunkte des Stauaufkommens. Am ersten Wochenende wurden 92, am zweiten gar 108 Staus gezählt. Immer mehr gleichen sich in punkto Verkehrsaufkommen Samstag und Sonntag an. Am früheren Hauptreisetag Samstag kam es nur noch zu 54 Prozent aller Staus.

Problematisch bleibt laut ÖAMTC die Bildung der Rettungsgasse bei Stauaufkommen und das nicht nur in Österreich. In Bayern wurden seit August Schwerpunktkontrollen der Polizei durchgeführt, um die Bereitschaft der Autofahrer zu erhöhen.

 krone.at
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