18.08.2017 09:20 |

Riesenerfolg

Keinem Wiener Sanitäter wird jetzt gekündigt

Nach der wochenlangen Aufregung um die geplanten Kündigungen von Sanitätern beim Wiener Roten Kreuz hat sich das Blatt nun zum Positiven gewendet: Wie am Freitag bekannt wurde, soll keinem der 35 Mitarbeitern gekündigt werden. Zu verdanken ist das auch den "Krone"-Lesern und krone.at-Usern, die mit lautstarken Protesten gegen die ungerechtfertigten Kündigungen vorgingen.

Aufgrund des Spardiktats sollte jeder dritte Sanitäter gekündigt werden. Grund dafür: Die Krankenkassen lassen Patienten immer öfter durch günstigere Fahrtendienste transportieren. Den Rettungsorganisationen mit ihren gut ausgebildeten Profis fehlt dann das Geld. Sie müssen Stellen streichen und Fahrzeuge abgeben.

Keine Versorgung im Katastrophenfall
Die Kündigungen der Sanitäter hätten ihre Auswirkung auch auf die Berufsrettung gezeigt. Diese arbeitet ohnehin schon am Limit und auch andere Hilfsorganisationen haben massiv Personal abgebaut. Eine Versorgung im Katastrophenfall wäre somit nicht mehr gegeben.

"Krone"-Leser zeigten sich nach der Berichterstattung erzürnt und starteten Proteste - mit Erfolg: "Keinem der 35 Mitarbeiter soll gekündigt werden", hieß es vom Roten Kreuz am Freitag.

Lösung für alle
Laut Wiener Rotem Kreuz gebe es für alle Betroffenen im Rahmen eines Sozialplans eine Lösung. Einige können innerhalb der Organisation weiterbeschäftig werden, sie wechseln etwa zum Pflegedienst. Mehr als die Hälfte der 35 ursprünglich zur Kündigung angemeldeten Mitarbeiter verlassen das Unternehmen freiwillig.

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