Mo, 15. Oktober 2018

Drogentransport?

03.07.2017 18:40

Ägäis: Küstenwache schießt auf türkisches Schiff

Die griechische Küstenwache hat vor der Insel Rhodos in der Ägäis Warnschüsse abgegeben und dabei ein türkisches Frachtschiff getroffen. Das Schiff "ACT" konnte trotz der Schüsse entkommen. "Wir hatten Informationen, dass der Frachter Drogen transportierte", sagte eine Sprecherin der griechischen Küstenwache gegenüber der Deutschen Presse-Agentur am Montag.

Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls befand sich der verdächtige Frachter innerhalb der griechischen Hoheitsgewässer etwa drei Seemeilen vor Rhodos. Zunächst seien Warnschüsse vor den Bug abgefeuert worden.

Kapitän weigerte sich, anzuhalten
Als der Kapitän sich weigerte, anzuhalten, wurde an Stellen auf das Schiff gefeuert, wo keine Menschenleben gefährden waren, hieß es aus Kreisen der Küstenwache in Piräus. Der türkische Sender NTV zeigte am Montag Bilder des Schiffs. 16 Einschusslöcher seien darauf zu sehen, die türkische Küstenwache sei ausgerückt. "Unvermittelt forderte die Küstenwache Griechenlands unser Schiff auf, im Hafen von Rhodos zu ankern. Wir umgingen die Insel. Sie erklärten, sie wollten unser Schiff überprüfen, aber wir lehnten das ab. Sie sagten, sie würden schießen, wenn wir nicht nachgeben. Sie schossen schließlich", äußerte sich der türkische Schiffskapitän gegenüber NTV.

In der Region werden regelmäßig Schiffe kontrolliert, die im Verdacht stehen, Migranten zu transportieren oder Drogen bzw. Zigaretten zu schmuggeln. Reaktionen auf politischer Ebene gab es zunächst nicht. Zwischen den beiden Ländern tobt ein Territorialstreit um einen Teil der Gewässer, exklusive Wirtschaftszonen und einige Landteile in der Ägäis.

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