Weniger Schadstoffe

¿Lufthunderter¿ geht ins Leere

Oberösterreichs Grünschwarze boxen ihren A 1-„Lufthunderter“ gegen alle Proteste und Argumente durch: Nur die Pkw-Lenker sollen bremsen oder blechen, obwohl die Lkw-Chauffeure mit unvermindertem Tempo 80 fahren - zunehmend jedoch in neuen Super-Brummis, die bereits den Feinstaub in Enns um 15 Prozent reduziert haben.

„Obwohl der Schwerverkehr zunimmt, nimmt der Schadstoffausstoß ab“, beweist Verkehrsreferent Erich Haider dem grünen Umweltlandesrat Rudi Anschober mit dessen eigenem schriftlichen „Amtsvortrag“: Demnach haben sich die Grenzwertüberschreitungen für Stickstoffdioxid in zwei Jahren um sieben Prozent, die für Feinstaub um 15 Prozent verringert. Um mehr, als das geplante Tempo-100-Limit für Pkw ab Ende November bringen soll. Denn die Lkw sorgen für den Großteil der Luftverschmutzung.

„Bei unseren Neuwagen kommt aber schon die Luft aus dem Auspuff sauberer heraus, als sie in den Bergen ist“, erklärt der Paschinger Lkw-Tycoon Franz Grad, dass für Lkw bereits die Umweltvorschrift „Euro 5“, für Pkw aber erst „Euro 3“ gelte: Die neuen Motoren seien zwar um 7000 Euro teurer, ihre Abgase werden aber im Auspuff mit eingespritztem Harnstoff neutralisiert: „Dafür zahlt man aber nur in Deutschland weniger Maut.“

Obwohl er ihn nicht betrifft, hält Grad den Lufthunderter zwischen Linz und Enns für eine „reine Geldbeschaffung und Sekkiererei“: „Wie soll dort ein Pkw mit 100 einen Lkw mit 89 km/h vorschriftsmäßig zügig überholen“, wundert sich nicht nur der Paschinger Frächter.

 

 

Foto: Chris Koller

Freitag, 14. Mai 2021
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