27.04.2017 13:43 |

"Terrorpropaganda"

15 Monate bedingte Haft für türkische Lehrerin

Eine Lehrerin aus dem Südosten der Türkei ist mehr als ein Jahr nach einem Friedensaufruf in einer TV-Show wegen Propaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK verurteilt worden. Das Gericht in der Metropole Istanbul habe eine Strafe von einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung verhängt, berichtete die Zeitung "Cumhuriyet" am Donnerstag.

Die Lehrerin aus der Kurdenmetropole Diyarbakir hatte im Jänner 2016 in dem populären TV-Programm "Beyaz Show" angerufen und die Aufmerksamkeit auf den Konflikt in der Südosttürkei gelenkt, der im Westen kaum Beachtung findet.

Ayse Celik sagte damals unter anderem: "Seien Sie sich im Klaren darüber, was im Osten der Türkei passiert? Die Leute kämpfen gegen Hunger und Durst, vor allem die Kinder. Seien Sie bitte sensibel. Schweigen Sie nicht. Lassen Sie Menschen nicht sterben. Lassen Sie Kinder nicht sterben. Lassen Sie Mütter nicht sterben."

Zu der Zeit führte die türkische Armee eine Großoffensive gegen die PKK. Gefechte und Ausgangssperren waren an der Tagesordnung. Mit ihren Äußerungen habe Celik die Methoden der PKK legitimieren wollen, hieß es in der Begründung des Gerichts. 38 weitere Angeklagte, die die Frau unterstützt haben sollen, wurden freigesprochen.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
krone.at-Gewinnspiel
Hammer-Trick! Jungspund Kevin zaubert ganz allein
Video Fußball
Navas vor Abschied
Real-Torwart bittet um Freigabe: Wechsel zu PSG?
Fußball International
krone.at-Sportstudio
LASK-Stichelei gegen Rapid ++ PR-Chefin Wurf-Opfer
Video Show Sport-Studio
Supercomputer sicher
Gigantenduell: Messi ist doch besser als Ronaldo
Fußball International

Newsletter