Nach Feuerinferno

Linzer bauen Schloss Ebenzweier wieder auf

Nach dem Brandinferno im Schloss Ebenzweier in Altmünster gewann ein Linzer Architektenbüro die Ausschreibung für den Wiederaufbau des fast völlig zerstörten 700 Jahre alten Gebäudes, das auch die Internatsschüler beherbergt hatte. Noch wird das Schloss getrocknet, einzig die Wirtschaftsküche ist in Betrieb.

"Krone"-Leser erinnern sich: Vor knapp einem Jahr, am 9. Mai 2016,  ereignete sich eine der größten Brandkatastrophen ob der Enns.  Die Feuerwehr Altmünster wurde mittags zu einem "harmlosen Böschungsbrand" alarmiert. Ein Schüler hatte eine Zigarette weggeworfen, die das Efeu an den Eingangssäulen entfachte. Windböen wirkten wie ein Turbo, die Flammen fraßen sich binnen Sekunden zum Dachstuhl hoch. 27 Wehren kämpften gegen das Inferno an, das Gros des denkmalgeschützten  Gebäudes wurde aber zerstört. Die Lehrlinge - 265 wohnten in Internat - konnte sich allesamt in Sicherheit bringen.

Denkmalschutz redet mit
Soweit die Historie. Noch wird das Gebäude getrocknet, federführend beim Wiederaufbau ist das Linzer Architektenbüro Kleboth-Lindinger-Dollnig, das sich mit seinem Plan gegen sechs Mitbewerber durchgesetzt hat. Wobei der Denkmalschutz etwas mitzureden hat, wie seine Chefin Dr. Ulrike Knall-Brskovsky erläutert: "Es geht um Kleinigkeiten. Neubauteile an der Fassade müssen in die Stärke des Ausdrucks mit der Umgebung eingebunden werden. Wir haben einige Wünsche, aber keine Probleme."

Internat zu Schulbeginn 2020 fertig
Die Baubewilligung soll im Sommer vorliegen,  Baustart ist im Herbst. "Zum Schulbeginn im September 2020 soll die Fertigstellung erfolgen", heißt es dazu aus dem Büro von LH Stelzer.

Johannes Nöbauer

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