Unentschieden

Wiener Derby endet unentschieden

Fußball
05.11.2006 17:54
Rapid und Austria haben sich im 279. großen Wiener Derby am Sonntag mit einem 1:1 getrennt. Bei der Rückkehr des ehemaligen Rapid- und jetzigen Austria-Trainers Georg Zellhofer ins Hanappi-Stadion zeigten beide Teams ein schwaches Spiel. Peter Hlinka erzielte durch einen abgefälschten Schuss die Rapid-Führung (20.), Andreas Lasnik gelang mit dem Pausenpfiff per Freistoß der Ausgleich (45.).

Im 279. Vergleich der beiden Wiener Großklubs war es bei 116:103 Siegen für Rekordmeister Rapid das 60 Remis, nach dem 0:0 im August das zweite in Folge. Durch die Punkteteilung gelang beiden Klubs auch keine Verbesserung in der Tabelle. Rapid ist mit 15 Zählern weiterhin Tabellen-Neunter, Austria einen Punkt davor Achter. Detail am Rande: Tabellenführer Red Bull Salzburg hat mit 34 Zählern drei Punkte mehr geholt, als Rapid und Austria zusammen.

Nach einem verheißungsvollen Start, in dem Austrias Lasnik bereits nach wenigen Sekunden die erste große Chance auf die Führung vorfand, als er nach perfekter Mair-Vorlage aus elf Metern verzog, flachte das Spiel mit Fortdauer der ersten Spielhälfte ab. Ein Freistoß von Bilic in der 9. Minute blieb lange Zeit die einzige Rapid- Möglichkeit.

Rapid in der Defensive stabil, im Sturm harmlos
Die Grün-Weißen präsentierten sich dank des Comebacks von Hiden in der Defensive stabil, im Angriff blieben der in einem Heimspiel erstmals von Beginn aufgebotene Hoffer und Sturmpartner Bilic jedoch harmlos. Auch die Austria, die von Zellhofer in exakt derselben Startformation wie beim 0:3 gegen Ajax Amsterdam aufs Feld geschickt wurde, zeigte offensiv kaum zusammenhängende Aktion. Solo-Stürmer Aigner blieb harmlos, Vachousek verzettelte sich in Zweikämpfen mit "Leibgendarm" Kulovits.

Weckruf durch Hlinka
Als das Spiel schon einzuschlafen drohte, sorgte Hlinka in der 20. Minute mit seinem Tor für den ersten Weckruf. Als die Zuschauer schon auf den Pausenpfiff warteten, schlugen die Violetten schließlich zu: Freistoßspezialist Lasnik, der Payer bereits in der 17. Minute geprüft hatte, zog nach einem von Kavlak verschuldeten Strafstoß ab, Payer ließ den nicht unhaltbar scheinenden Ball zum 1:1 passieren (45.).

Clubs wurden den Erwartungen nicht gerecht
Auch nach der Pause wurde das Derby, in dem die befürchteten Ausschreitungen ausblieben, den hohen Erwartungen nie gerecht. Erst in der Schlussphase suchten beide Klubs zaghaft den Torerfolg. Den Matchball vergab Tokic, der nach einem Payer-Fehler am Tor vorbeiköpfelte (93.).

Salzburg sichert sich vorzeitig den Herbstmeister-Titel
Bereits am Samstag hat Red Bull Salzburg mit einem 3:0-Heimerfolg über den ersten Verfolger Pasching schon vorzeitig den Herbstmeister-Titel gesichert. Einen erfolgreichen Einstand feierte die neue Sturm-Führung. Die Grazer schlugen Altach 2:0. Innsbruck und der GAK trennten sich 1:1, Ried fertigte Mattersburg 6:2 ab.

Die Salzburger haben mittlerweile zehn Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Pasching. Die Oberösterreicher hatten gegen die Bullen nie eine Chance. Spieler des Tages war wieder einmal Alexander Zickler, der alle drei Tore schoss und den Altacher Leonardo an der Spitze der Torschützenliste ablöste.

Im ersten Spiel nach der Ära Kartnig machte Altach Sturm das Leben nicht recht schwer. Nach einem Elfmetergeschenk, das Leitgeb verwertete und einem Rauter-Treffer dezimierten sich die Vorarlberger entscheidend selbst. Dorta und Ledezma mussten schon vor der Pause vorzeitig den Platz verlassen.

Ein Ausschluss sorgte auch in Ried für die Vorentscheidung. Knapp vor der Pause musste Mattersburg-Kapitän Didi Kühbauer nach Kritik mit Gelb-Rot vom Feld. Da stand's bereits 3:1 für die Innviertler, bei denen Brunmayr zwei Mal traf, und mit 11 gegen 10 ließen sich die Rieder die Butter nicht mehr vom Brot nehmen sondern machten gar das halbe Dutzend voll.

Im Duell der in Formkrise dahinsiechenden Teams am Innsbrucker Tivoli ging die Heim-Mannschaft durch einen Schreter-Elfer in Führung, die Djokic noch in der ersten Hälfte nach einem Fehler von Goalie Pavlovic für den GAK egalisierte. Im zweiten Durchgang drängten die Innsbrucker erfolglos auf den Sieg.

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