22.02.2017 18:30 |

Modell in Park

Russen üben Erstürmung des deutschen Reichstags

In Russland können Militärbegeisterte künftig die Erstürmung des deutschen Reichstags üben. Ein Nachbau des Berliner Regierungssitzes soll in einem Militär-Freizeitpark im russischen Kubinka entstehen, wie das Verteidigungsministerium in Moskau bekannt gab. Russlands Staatsmedium Russia Today bebilderte diese Nachrichtenmeldung mit dem brennenden Reichstag von 1945 - inklusive Sowjet-Flagge.

Der Nachbau soll "jungen, militärbegeisterten Menschen" für Trainingseinheiten zur Verfügung stehen, so der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Mittwoch in Moskau. Sie sollen dabei lernen, wie man ein Gebäude stürmt, "und zwar nicht an abstrakten Schauplätzen, sondern an konkreten Orten".

Die Nachbildung im Militär-Freizeitpark "Patriot Park" in Kubinka westlich von Moskau werde etwas kleiner ausfallen als das Original in Berlin. Zusätzlich werden weitere Schauplätze des Zweiten Weltkrieges nachgebaut, um die Atmosphäre der Zeit fühlen zu können und sich selbst "im Überlebenskampf zu versuchen", sagte Schoigu. Wann der Reichtags-Nachbau gebaut werde, sagte er nicht.

1945 von der Roten Armee erobert
Im Mai 1945 eroberte die Rote Armee das Gebäude im Berliner Zentrum. Sowjetische Soldaten hinterließen ihre Namen und Botschaften in den Mauern - Spuren, die zum Teil noch erhalten sind.

Russia Today vermeldete die Planung des Reichstagsmodells unter Verwendung eines historischen Fotos des brennenden Reichstags. Heute ist das Gebäude der Sitz des Deutschen Bundestages.

Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).