Mo, 18. Juni 2018

Album-Tour

21.10.2006 23:34

Justin Timberlakes "FutureSex/LoveSounds"

Der Konzertsommer 2007 ist wieder um einen internationalen Superact reicher: Am 3. Juni macht Justin Timberlake Station in der Wiener Stadthalle! Zum ersten Mal wird er in Österreich als Solo-Künstler auftreten. Passend zum Titel seines neuen Albums „FutureSex/LoveSounds“ nennt sich die Tour „FutureSex/LoveShow“.

Gut vier Jahre hat sich der ehemalige Boygroup-Star von Nsync Zeit gelassen, bis der Nachfolger zu seinem Solodebüt „Justified“ erschien. Mit der Single „Sexy Back“ meldete er sich im Sommer 2006 zurück – und befindet sich seither in den Top 5 in der österreichischen Charts.

„FutureSex/LoveSounds“ ist – ähnlich dem Vorgänger – ein von großen Namen wie Timbaland und Will.I.Am produzierter R’n’B-Longplayer, der sich üblichen Klischees wo immer es geht entzieht. „Ich habe mit diesem Album einen Weg gefunden, viele musikalische Genres zu mixen. Klar, ich werde immer noch stark von Hip-Hop und R’n’B beeinflusst, aber diesesmal ist es mir gelungen eine Rock’n’Roll-Sensibility,in Bezug auf wie ich die Songs geschrieben und gesungen habe, hinein zu packen”, sagt Justin im Krone.at-Interview.

Nun, Rock’n’Roll ist es nicht gerade, aber es stimmt schon: „Future- Sex/LoveSounds” bietet an musikalischer Abwechslung weit mehr, als die Platten vergleichbarer Artists. Justin ist seinem stimmlichen Vorbild Michael Jackson – genauer gesagt dem Michael Jackson der 90er, bevor die Nase zu bröckeln begann - merklich näher gerückt. Insgesamt ist eigentlich das komplette Album ein Schritt nach vorne, eine Weiterentwicklung – natürlich ohne dabei das Erfolgsmetier R’n’B zu verlassen, das Justin nicht nur Millionen eingebracht hat, sondern ihm auch Fluchtweg aus der Schublade mit der Aufschrift „Tanzendes Ex-Boygroup-Mitglied” freiräumte.

Im Unterschied zu „Justified“ finden sich auf dem Neuling weitaus mehr „richtige“ Instrumente, die die Soundtüftler rund um den 25-Jährigen Timberlake mit elektronischen Sounds und einer Prise „Beatbox“, also Schlagzeug mit dem Mund, versponnen. Beim funkigen „Lovestoned“ schlägt gleich nach dem Streicherorchester die E-Gitarre zu. Beim leicht balladesken „What Goes Around“ springt die Melodie nacheinander von Sitar zu Cello und am Ende zum Synthesizer. Zwischendurch dringt (manchmal muss man sagen: leider) auch die Hip-Hop-Attitüde der Produzenten durch – Songs wie „Chop Me Up“ oder „Losing My Way“ sind mit Rap-Parts ergänzt und durchbrechen dann etwas wüst das feingliedrige Klanggerüst der Tracks mit mehr Soul und Dynamik.

Im krassen Gegensatz zu diesen vollelektronischen Beats greift Justin dann bei „Damn Girl“ zur alten Hammond-Orgel. Mister Timberlake nennt das im Interview das „Futuristische“ an „FutureSex/LoveSounds“. Beim zwölften und letzten Track überrascht den Hörer schließlich eine Klavierballade, die man eher auf einem Album von Alicia Keys vermutet hätte. Geschmackssache. Dass er einen ultralangsamen Song am 3. Juni 2007 in der Stadthalle spielen wird, ist allerdings ohnehin schwer vorstellbar – die „FutureSex/LoveShow“ wird man wohl eher in den Hüften und Beinen spüren, als im Bauch. Übrigens: Der Kartenvorverkauf beginnt am 3. November!

Das komplette Interview mit Justin findest du in der Infobox!

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Christoph Andert

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