Do, 15. November 2018

"Sicherheitsgründe"

12.01.2017 16:52

Marokko: Burkaverbot im Schnellverfahren

Marokko greift im Kampf gegen den Islamismus zu drastischen Mitteln: Wie die BBC berichtet, will das muslimisch geprägte Königreich im Schnellverfahren ein Burkaverbot durchpeitschen. Innerhalb von 48 Stunden werde die Ganzkörperverschleierung verboten, so der britische Sender am Mittwoch. Als Grund werden Sicherheitsüberlegungen genannt.

"Straftäter haben Burkas immer wieder bei kriminellen Delikten benutzt", zitierte die BBC einen Mitarbeiter des marokkanischen Innenministeriums. Bis Ende der Woche sollen so Verkauf, Produktion und Import von Burkas untersagt werden.

Überfallsartig: Einführung wenige Tage nach Ankündigung
Der Schritt kommt überfallsartig: Erst Anfang der Woche wurden laut lokalen Medien Briefe mit einer entsprechenden Ankündigung versendet. Den Händlern sei eine drakonische Frist gesetzt worden: Sie hätten nur noch wenige Tage Zeit, um ihre Ware anzubringen. Auch wenn die Maßnahme noch nicht offiziell ist, gibt es bereits eine erste positive Reaktion: Die ehemalige Familienministerin Nouzha Skalli bezeichnete das geplante Verbot als "wichtigen Schritt im Kampf gegen den religiösen Extremismus".

Im nordafrikanischen Land sind Burkas freilich wenig verbreitet: Hier tragen die meisten Frauen den Hidschab, der das Gesicht freilässt. In Salafistenkreisen bzw. konservativeren Regionen im Norden ist der Nikab, der das Gesicht mit Ausnahme der Augenpartie verschleiert, gebräuchlich.

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