Sa, 17. November 2018

OECD-Zahlen zeigen:

11.01.2017 13:08

Wir arbeiten mehr als Deutsche und Schweizer

In kaum einem anderen OECD-Land wird weniger gearbeitet als in Deutschland. Das belegen Zahlen, die die durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden pro Beschäftigtem pro Jahr in den Jahren 2000 bis 2015 ausweisen. Österreich liegt zwar ebenfalls unter dem OECD-Durchschnitt (1766 Stunden im Jahr 2015), aber vor Deutschland und der Schweiz.

"Die durchschnittlich geleisteten Jahresarbeitsstunden werden berechnet als Gesamtzahl der tatsächlich geleisteten Jahresarbeitsstunden dividiert durch die Durchschnittszahl der Beschäftigten. Die Zahlen berücksichtigen abhängig und selbstständig beschäftigte Arbeitskräfte sowie Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigte", heißt es seitens der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Zudem werden auch unbezahlte Überstunden berücksichtigt.

In Österreich wurden 2015 durchschnittlich 1625 Arbeitsstunden geleistet, in Deutschland waren es lediglich 1371 Stunden. Die Schweizer werkten durchschnittlich 1590 Stunden. Absoluter Spitzenreiter war Mexiko mit 2246 Stunden, gefolgt von Costa Rica mit 2230 Stunden. Costa Rica ist noch kein Mitglied der OECD, das zentralamerikanische Land befindet sich derzeit in einem Beitrittsprozess, der 2018 abgeschlossen werden soll.

Zahlen mit Vorsicht zu genießen
Allerdings sind die Zahlen mit Vorsicht zu genießen, wie auch die OECD selbst zugibt. Einerseits unterscheiden sich die erhobenen Daten schon alleine aufgrund der Tatsache, dass es nicht in jedem Land gleich viele gesetzliche Feiertage gibt. Die gesetzliche Wochenarbeitszeit unterscheidet sich auch von Staat zu Staat.

Verwundern darf auch nicht, dass in Krisenstaaten wie Griechenland, Portugal und Spanien viel mehr gearbeitet wird. Hier spielen Zweit- und sogar Drittjobs eine große Rolle. Das ist in Deutschland, aber auch in Österreich natürlich weniger der Fall.

 krone.at
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