10.09.2016 07:00 |

Desaströse Werte

4 von 5 Deutschen fordern Kurskorrektur von Merkel

Der Druck auf die deutsche Kanzlerin Angela Merkel wegen des Festhaltens an ihrer umstrittenen Flüchtlingspolitik wächst. Die CSU drängt seit Längerem auf eine Kurskorrektur. Am Donnerstag kritisierte auch SPD-Generalsekretärin Katarina Barley Merkels Vorgehen massiv, weil deren "Alleingang" in der Flüchtlingskrise vor einem Jahr Deutschland "in eine schwierige Lage versetzt" habe. Am Freitagabend veröffentlichte der "Spiegel" eine Umfrage, in der nicht weniger als 82 Prozent von Merkel eine Änderung ihrer Politik forderten.

28 Prozent waren demnach der Ansicht, Merkel müsse "grundsätzlich" ihre Politik ändern, 54 Prozent wollten eine teilweise Korrektur. 15 Prozent waren der Ansicht, Merkel solle ihrer Linie treu bleiben. Das Institut "TNS"-Forschung hat nach Angaben des "Spiegel" mehr als 1000 Deutsche am Dienstag und Mittwoch zu Merkels Flüchtlingspolitik befragt.

Spitzentreffen von CDU, CSU und SPD am Wochenende
Nach der Wahlniederlage der CDU in Mecklenburg-Vorpommern und des Erfolgs der rechtspopulistischen AfD hatte die Schwesterpartei CSU ihre Kritik an Merkel weiter verschärft. Parteichef Horst Seehofer sagte, die Menschen "wollen diese Berliner Politik" nicht. Am Wochenende ist ein Spitzentreffen der Koalition mit Seehofer, Merkel und SPD-Chef Sigmar Gabriel geplant.

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