30.08.2006 12:22 |

Islam-Attentäter

Chef des militärischen Jihad-Arms getötet

Nach einem Angriff der israelischen Armee ist der Chef des militärischen Arms des Islamischen Jihad im Westjordanland, Hossam Jaradat, gestorben. Der 40-Jährige sei in einem Krankenhaus in Nablus seinen Verletzungen erlegen, hieß es am Mittwoch aus Sicherheitskreisen und seitens der radikalen Gruppe. Im Gaza-Streifen kam es unterdessen zu neuen Angriffen Israels. Drei Palästinenser wurden getötet.

Jaradat war vor einer Woche bei einem gezielten Versuch der israelischen Armee, ihn im Flüchtlingslager von Jenin im Norden des Westjordanlandes zu töten, verletzt worden.

Er war dabei von mehreren Kugeln getroffen worden, unter anderem am Kopf. Israel macht Jaradat für zahlreiche Anschläge verantwortlich. Auch sein Vorgänger als Chef der "Al-Quds-Brigaden" war von der israelischen Armee getötet worden.

Bei Einsätzen zur Befreiung des israelischen Soldaten Gilad Shalit tötete die israelische Armee am Mittwoch in Gaza drei Palästinenser. Die Zusammenstöße hätten sich im Viertel Shuyaya im Osten von Gaza ereignet, hieß es in Medizinerkreisen. Die israelische Armee hatte Ende Juni ihre Einsätze im Gazastreifen gestartet, um den entführten Shalit zu befreien und palästinensische Raketenangriffe auf den Süden Israels zu stoppen. Seither starben dort fast zweihundert Palästinenser und ein israelischer Soldat.