31.07.2006 12:03 |

Rekordverdächtig

Juli an vielen Orten heiß wie nie zuvor

Jetzt ist es amtlich: Der Juli 2006 war an vielen Orten "heiß wie nie zuvor". Das geht aus den Daten der Wiener Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hervor. In Wien wurde der seit Messbeginn im Jahr 1851 heißeste Juli - 1994 mit 23,2 Grad Celsius - heuer um mindestens 0,6 Grad übertroffen.

Auch in einigen Landeshauptstädten - Bregenz, St. Pölten - wurden die alten Höchstmarken überschritten. Kein "Rekord" wurde in der Stadt Salzburg erreicht. In den restlichen Landeshauptstädten könnte es sich mit dem heutigen Tag noch ausgehen.

Die hohen Monatsmittel sind laut ZAMG auf das beinahe völlige Ausbleiben "unternormaler" Temperaturen und die hohe Anzahl von Hitzetagen mit Höchstwerten von mindestens 30 Grad zurückzuführen. Bis Sonntag wurden in Wien (16 Hitzetage), Graz (15), Innsbruck (14) und Bregenz (12) die alten Juli-Maxima übertroffen, in Klagenfurt (14) eingestellt. Laut der Wiener Wetterzentrale zählt der Juli 2006 "mit Sicherheit" zu den wärmsten in den Messreihen.

Österreichweit lagen die Monatsmittel der Temperatur verbreitet um 3,5 bis 4,5 Grad über den Normalwerten, an einigen Orten im Westen auch noch mehr. In Teilen der Obersteiermark, des südlichen Niederösterreichs sowie des Burgenlandes war es etwas "kühler" - dort wurden die langjährigen Mittel "nur" um rund drei Grad übertroffen.

"Extreme Tageshöchstwerte" wurden laut ZAMG nicht gemessen: Die Temperaturen lagen zwischen 4,4 Grad am 17. Juli in Mariapfarr und dem Maximalwert von 36,8 Grad am 21. Juli in Langenlebarn bei Tulln. Die Monatssummen des Niederschlags lagen zumeist nur bei 25 bis 75 Prozent des Normalwertes. Bis Montag verzeichnete Wien mit 355 die meisten, Graz mit 294 die wenigsten Sonnenstunden.

Dienstag, 11. Mai 2021
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