Fr, 17. August 2018

Familien im Streit

02.03.2016 09:31

18-jähriger Verdächtiger nach Messermord in Haft

Nach der mysteriösen Bluttat in Wien-Brigittenau, bei der am Dienstagabend ein 52-jähriger Mann erstochen wurde, hat sich ein 18-Jähriger der Polizei gestellt. Der junge Mann kam spätabends in die Polizeiinspektion Hermann-Bahr-Straße in Floridsdorf, übergab dort die Tatwaffe und gestand die Tat. Hintergrund dürfte ein schwelender Streit zwischen den Familien der Beteiligten - allesamt Österreicher mit türkischem Hintergrund - gewesen sein.

Laut Polizeisprecher Christoph Pölzl traf der mutmaßliche Täter am Dienstagabend zufällig auf den 52-Jährigen, der gerade vom Einkaufen in einem Supermarkt nahe der Kreuzung Jägerstraße/Wexstraße kam. Der 18-Jährige habe ausgesagt, dass es zu wechselseitigen Beschimpfungen und Rangeleien gekommen sei. Schließlich habe er dem Kontrahenten ein Klappmesser in die Brust gerammt und sei geflüchtet.

Im Rettungswagen gestorben
Wie ein Polizeisprecher am Dienstagabend berichtete, hatte das Opfer danach zu Hause angeläutet. Via Gegensprechanlage berichtete er seiner Ehefrau von der Attacke. Diese riet ihm, gleich in die nahe gelegene Polizeiinspektion zu gehen.

Dort brach der 52-Jährige zusammen, ohne den Beamten noch etwas sagen zu können. Rettung und Notarzt wurden alarmiert, doch der Schwerverletzte erlag auf dem Weg ins Krankenhaus seinen Verletzungen.

Täter in Haft
Der 18-Jährige gestand in einer ersten Befragung den tödlichen Messerstich. Er gab aber an, dass er den Mann nicht töten habe wollen. Die Familien befand sich in einem emotionalen Ausnahmezustand, deshalb seien die Angehörigen noch nicht einvernommen worden, so Pölzl. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, der Tatverdächtige sitzt in Haft.

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