Di, 21. Mai 2019
29.01.2016 16:16

Kärnten Inoffiziell:

Babylonisches Sprachgewirr

Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger lehnt eine Deutsch-Pflicht in den Schulpausen als völlig widersinnig ab. An den heimischen Schulen werden es 55 Muttersprachen gesprochen.

Die steirische Landesschulratspräsidentin Elisabeth Meixner will die Hausordnungen der Schulen ändern und eine "Deutsch-Pflicht" an den Schulen umsetzen - auch auf dem Pausenhof, in Unterbrechungen des Unterrichts, schlichtweg immer. G’scheit oder nicht? Das wollten wir "inoffiziell" von Meixners Kärntner Amtskollegen Rudi Altersberger wissen. Seine Begeisterung ist enden wollend.

Altersberger: "Wie sollen denn die Kolleginnen und Kollegen überprüfen, ob die Schüler während der Pause Deutsch sprechen oder entgegen der Hausordnung ihre Muttersprache nutzen? Das ist doch schlichtweg unmöglich." Der Chef des Landesschulrates verweist auch auf das geradezu babylonische Sprachgewirr, das derzeit bereits in den Klassen herrsche. "Wir haben 55 andere Erstsprachen, also Muttersprachen, an den Schulen unseres Landes," so Rudi Altersberger.

Aber ungeachtet der Ablehnung des steirischen Modells bleibe Deutsch natürlich die verpflichtende Unterrichts- und Bildungssprache an den Kärntner Schulen, so Präsident Rudi Altersberger.

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