"Bricht mir Herz"

Andy Borg: Abrechnung nach “Stadl”-Aus

Adabei
13.01.2016 08:07

Seit Dienstag ist es Gewissheit: Der "Musikantenstadl" ist ab sofort Geschichte! Wie die Partnersender ORF, BR/Das Erste und SRF offiziell bekannt gaben, wird die "Stadlshow", der Nachfolger der beliebten Volksmusiksendung, nur noch zwei Mal im TV laufen - zu Silvester 2016 und 2017. Eine Entscheidung, die Ex-"Stadl"-Moderator Andy Borg das Herz bricht. Im Interview mit der "Bild" rechnet er jetzt mit den TV-Bossen ab.

Nach der Zwangs-Absetzung von Andy Borg im letzten Sommer rasselte die neue "Stadlshow" mitsamt seinen Nachfolgern Francine Jordi und Alexander Mazza ins Quotentief. Eine Entscheidung musste her - und die wurde diese Woche gefällt: Aus für den "Stadl", nur noch der "Silvesterstadl" 2016 und 2017 soll noch im TV gezeigt werden.

Nach diesem Beschluss der Partnersender ORF, BR/Das Erste uns SRF platzt nun Andy Borg der Kragen. "Es bricht mir, und ich glaube auch Millionen von 'Musikantenstadl'-Fans, das Herz, auf die Trümmer eines 34 Jahre jungen Fernsehklassikers blicken zu müssen", erklärt er der deutschen Zeitung. "Verlierer sind neben meinen Gesangskollegen, denen diese TV-Plattform verloren geht, vor allem die Fernsehzuschauer."

Künftig gibt es nur noch zu Silvester "Stadlshows". (Bild: ORF/Milenko Badzic)
Künftig gibt es nur noch zu Silvester "Stadlshows".
(Bild: ORF)
"Stadlshow"-Quoten im Keller: Francine Jordi und Alexander Mazza ziehen nicht. (Bild: Franz Neumayr)
"Stadlshow"-Quoten im Keller: Francine Jordi und Alexander Mazza ziehen nicht.

"Stadl"-Verjüngung Entscheidung "gegen die Zuschauer"
Der 55-Jährige weiß genau, wer die Schuld am "Stadl"-Desaster trägt: "Ganz klar diejenigen, die die Entscheidung getroffen haben, den 'Stadl' zu verjüngen", klagt er weiter an. "Denn das war eine Entscheidung gegen die Zuschauer." Das Publikum wisse immerhin genau, was es sehen will, "und lässt sich nichts vorschreiben. Das haben die schlechten Quoten gezeigt."

Andy Borg vor seinem letzten "Stadl" in Pula (Bild: ORF/Bodo Schackow)
Andy Borg vor seinem letzten "Stadl" in Pula

Schon sein Vorgänger und "Stadl"-Urgestein Karl Moik, der 2015 verstorben ist, habe das Vertrauen in die Verantwortlichen der Volksmusikshow verloren, verrät Borg. "Karl Moik sollte recht behalten, als er noch kurz vor seinem Tod sagte: 'Was den Zuschauer interessiert, ist denen da oben so egal, wie einem etwas egal sein kann - völlig egal'."

Video: "Musikantenstadl" heißt jetzt "Stadlshow"

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(Bild: kmm)



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