Di, 18. Dezember 2018

Zettel am Eingang

28.12.2015 17:11

"Mitnehmen was geht": Zielpunkt-Filiale geplündert

Die Zielpunkt-Filialen sperren am kommenden Samstag, 2. Jänner, zu - jetzt wurde die erste von ihnen regelrecht geplündert. Nachdem am Eingang des Geschäftes an der Schweglerstraße in Wien-Rudolfsheim ein Zettel mit der Aufschrift "Machen wir es wie (der Eigentümer, Anm.) Pfeiffer - Mitnehmen was geht - Fladern und nicht erwischen lassen" aufgeklebt wurde, stürmten Plünderer das Geschäft.

Binnen weniger Minuten waren, so ein Augenzeuge zu krone.at, die Alkoholregale völlig leergeräumt worden. Mit den erbeuteten Flaschen in der Hand stürmten die Plünderer aus der Filiale - unbehelligt von den Verkäuferinnen. Denen hatte der Zettelkleber den ersten Absatz seiner Aufforderung gewidmet: "Die Löhne immer schon beschissen - derzeit gar kein Lohn."

Niemand von den derzeit noch Beschäftigten war offenbar gewillt, sich wegen einer Flasche Wodka einen Faustschlag einzuhandeln.

1250 Mitarbeiter ab Samstag arbeitslos
Am kommenden Samstag ist ohnehin Schluß: Die bisher unverkäuflichen 112 Zielpunkt-Filialen werden geschlossen, 1250 Mitarbeiter sind ab diesem Zeitpunkt arbeitslos. Ab Dienstag gebe es in diesen Geschäften minus 50 Prozent auf den gesamten Warenbestand, kündigte Masseverwalter Georg Freimüller an. Er hofft, "noch vereinzelt" Käufer für bisher unverkäufliche Filialen zu finden, rechnet aber nicht "mit einer größeren Anzahl".

Vergangene Woche vermeldete der Masseverwalter den Verkauf von 113 Zielpunkt-Standorten mit 1.350 Mitarbeitern an 20 Anbieter. Diese Filialen sollen noch bis Ende Jänner offen halten, bis die Bundeswettbewerbsbehörde den Kauf der Standorte überprüft hat.

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Aus dem Video-Archiv: Kunden über Zielpunkt-Pleite: "Wirklich schade"

Aus dem Video-Archiv: "Zielpunkt war ein Fass ohne Boden"

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