Mo, 17. Dezember 2018

Steuern, Ölhandel

08.12.2015 07:26

IS nimmt pro Monat 80 Millionen Dollar ein

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat verfügt Experten zufolge über monatliche Einnahmen in Höhe von rund 80 Millionen Dollar (knapp 74 Millionen Euro). Die Hälfte des Geldes bezieht der IS aus Steuern von Bewohnern seines "Kalifats" sowie aus beschlagnahmtem Eigentum, 43 Prozent der Einnahmen stammen einer britischen Studie zufolge aus dem Ölhandel. Laut der Analyse gerät der IS finanziell allerdings zunehmend unter Druck.

Weitere Einnahmequellen der Dschihadisten sind laut der am Montag vom Institut IHS veröffentlichen Studie der Drogenhandel, der Strommarkt sowie Spenden. "Andere Terrorgruppen haben das so nicht", sagte der IHS-Experte Columb Strack mit Blick auf die vielfältige staatsähnliche Einnahmenstruktur. Andererseits müsse der IS auch einen großen Bereich in Syrien und im Irak verwalten und beherrschen. "Es ist nicht so, dass sie 80 Millionen Dollar einnehmen und alles für Waffen und Bomben ausgeben", sagte Strack.

Gehaltskürzungen für Kämpfer: IS in der Krise?
IHS sieht auch erste Anzeichen dafür, dass die Miliz Probleme bekommt, ihre Einnahmen stabil zu halten. So gebe es "Berichte über Gehaltskürzungen für die Kämpfer, Preisanstiege beim Strom und anderen Grundgütern sowie über die Einführung neuer Agrarsteuern", berichteten die Experten. Die Angriffe der US-geführten Militärkoalition sowie Russlands auf die vom IS kontrollierte Ölinfrastruktur zeigten außerdem erste Wirkungen.

Der IS werde gezwungen sein, andere Finanzquellen zu erschließen, so die Studie. Denkbar seien Preiserhöhungen in alle Richtungen, etwa in der Telekommunikation und beim Internet. "Die Menschen haben aber jetzt schon Probleme, ihre Abgaben zu zahlen", sagte Strack. "In den IS-Gebieten dürfte es für sie nun noch härter werden." Die Dschihadistenorganisation hatte im Sommer des Vorjahres große Gebiete in Syrien und im Irak eingenommen und herrscht dort seither mit brutaler Hand.

Aus dem Video-Archiv: Deutscher Bundestag beschloss Anti-IS-Einsatz

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