So, 19. August 2018

Gewalt in Mali

29.11.2015 08:16

Raketenangriff auf UN-Stützpunkt fordert drei Tote

Bei einem Raketenangriff auf ein Lager von Blauhelmsoldaten im Nordosten von Mali sind am Samstag zwei Soldaten aus Guinea und ein ziviler UN-Mitarbeiter aus Burkina Faso getötet worden. Nach Angaben der UN-Mission in Mali (MINUSMA) wurden bei dem Angriff auf das Lager in Kidal außerdem 20 Menschen verletzt, vier von ihnen schwer. Zu dem Angriff am frühen Morgen bekannte sich die Islamistenorganisation Ansar Dine.

"Wir übernehmen die Verantwortung im Namen aller Mujaheddin für den Angriff auf das Lager in Kidal. Er ist die Antwort auf die Verletzung unseres Territoriums durch die Feinde des Islams", sagte Hamadou Ag Khallini der Nachrichtenagentur AFP in einem Telefonat.

Terrorgruppe mit Verbindungen zu Al-Kaida
Ansar Dine ist mit der Dschihadistengruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) und der im Zentrum Malis kämpfenden Befreiungsfront Macina (FLM) verbündet. Die Front hatte sich zu dem Anschlag auf ein Hotel in der Hauptstadt Bamako bekannt, bei dem am 20. November 20 Menschen getötet wurden, darunter zahlreiche Ausländer.

An MINUSMA beteiligt sich auch Österreich ab Februar mit 15 Bundesheersoldaten. Französische Einheiten sind dort ebenfalls stationiert. Sie hatten 2013 islamistische Rebellen im Norden zurückgedrängt. Die Region gilt aber weiterhin als gefährlich.

Die deutsche Regierung hat vor wenigen Tagen beschlossen, bis zu 650 Bundeswehrsoldaten zur Friedenssicherung in das westafrikanische Land zu entsenden. Mit der verstärkten Teilnahme an der UN-Mission MINUSMA soll auch Frankreich für den Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat entlastet werden, wie Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am Mittwoch in Berlin sagte.

Stockt das Bundesheer sein Kontingent in Mali auf?
Ob es angesichts der deutschen Entscheidung auch zu einer Aufstockung des österreichischen Kontingentes kommen werde, ist noch unklar. Aus dem Verteidigungsministerium in Wien hieß es am Mittwoch, man warte die Gespräche mit Frankreich ab. Frankreich hatte nach den Anschlägen in Paris die EU-Staaten vergangene Woche um militärischen Beistand gebeten.

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