Mo, 20. August 2018

Crash in Ägypten

09.11.2015 18:50

Moskau schließt Anschlag auf Airbus nicht mehr aus

Die russische Regierung hat erstmals einen Anschlag als mögliche Absturzursache des russischen Passagierflugzeugs in Ägypten bezeichnet. Die Möglichkeit eines "Terroranschlags" könne nicht ausgeschlossen werden, sagte Ministerpräsident Dmitri Medwedew in einem am Montagabend veröffentlichten Interview der "Rossiskaja Gazeta". Auch nach Erkenntnissen der ägyptischen Ermittler war an Bord der Maschine "vermutlich eine Bombe".

Das Geräusch, das der Flugschreiber als letztes aufgezeichnet habe, stamme "mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit" von der Explosion einer Bombe, sagte ein Mitglied des Ermittlerteams am Sonntag in Kairo. Bereits am Samstag hatte der Leiter des Expertenteams, das den Absturz untersucht, erklärt, das Geräusch sei während der letzten Sekunde der Cockpit-Aufnahme zu hören. Anschließend sei das Flugzeug per Autopilot geflogen, bevor es offenbar mitten in der Luft auseinandergebrochen sei.

Bei dem Absturz der russischen Verkehrsmaschine waren alle 224 Insassen ums Leben gekommen. Im Westen wurde bereits vermutet, dass an Bord der Maschine eine Bombe explodiert war. Ein Ableger der Extremistenmiliz Islamischer Staat, der auf der Halbinsel Sinai aktiv ist, hatte erklärt, er habe als Vergeltung für die russischen Luftangriffe auf IS-Stellungen in Syrien einen Anschlag auf die Maschine verübt.

London: "Zwischenfall mit Rakete bei Militärmanöver"
Am Samstag wurde ein weiterer gefährlicher Zwischenfall im Luftraum über der Halbinsel Sinai bekannt. Wie die "Daily Mail" berichtete, entging ein Passagierflugzeug der britischen Thomson Airways beim Landeanflug auf den Urlaubsort Sharm el-Sheikh nur knapp einem Raketenangriff. Der Zwischenfall wurde von London bereits bestätigt. Es habe allerdings um keinen Angriff auf den Passagierjet gehandelt, sondern um eine Übung des ägyptischen Militärs. Außenminister Philip Hammond erklärte gegenüber der BBC: "Die Maschine war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr." Laut Medienberichten näherte sich die Rakete der Maschine zeitweise auf bis zu 300 Meter.

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