14.10.2015 06:15 |

Via Audiobotschaft

IS ruft zu Heiligem Krieg gegen Russen und USA auf

Die Terrormiliz Islamischer Staat ruft in einer Audiobotschaft zum Heiligen Krieg gegen Russen und US-Amerikaner auf. "Islamische Jugend der Welt, entzündet den Dschihad gegen Russen und Amerikaner in ihrem Kreuzzug gegen Muslime", hieß es in der Audiobotschaft, die am Dienstag verbreitet wurde. Unterdessen bereiten sich Syrien und der Iran offenbar auf eine Großoffensive gegen die IS-Dschihadisten vor.

Die USA begannen knapp zwei Wochen nach dem Kriegseintritt Russlands mit dem Abwurf von Munition. Damit sollen Rebellen im Kampf gegen den IS gestärkt werden. Zudem fliegt eine US-geführte Militärallianz regelmäßig Luftangriffe. Russland greift nach eigenen Angaben seit Ende September ebenfalls den Islamische Staat in Syrien aus der Luft an. Der Westen wirft Moskau jedoch vor, damit vor allem dem syrischen Machthaber Bashar al-Assad den Rücken stärken zu wollen.

Angeblich IS-Terrorakt in Moskau vereitelt
Indes haben russische Sicherheitskräfte laut eigenen Angaben einen Terroranschlag mutmaßlicher IS-Anhänger in Moskau verhindert. Am Dienstag erließ ein Gericht Haftbefehle gegen drei Männer, die aus der Kaukasusrepublik Tschetschenien stammen. Die Agentur Tass zitierte einen Ermittler des Inlandsgeheimdienstes FSB, der vor Gericht sagte: "Der Terroranschlag sollte die Staatsorgane destabilisieren und ein Ende des russischen Einsatzes gegen den IS in Syrien erreichen." Am Sonntag hatten FSB-Einsatzkräfte insgesamt zwölf Männer festgenommen. In einer Moskauer Wohnung wurde angeblich eine Bombe mit der Sprengkraft von fünf Kilogramm Dynamit gefunden.

Syrien bereitet gemeinsam mit Iran Großoffensive vor
Indes bereitet die syrische Armee Insidern zufolge mit Unterstützung des Irans und der schiitischen Hisbollah-Miliz eine Bodenoffensive in der Region Aleppo vor. Russland solle ihnen mit Luftangriffen helfen, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach sind Tausende iranische Soldaten eingetroffen, um an der Seite von Assad-Einheiten zu kämpfen. Die Offensive sei eine Ausweitung eines Vorstoßes in der Provinz Hama, die in der vergangenen Woche begann.

Größere Angriffe in der Nähe der türkischen Grenze dürften die Regierung in Ankara weiter verärgern. Das NATO-Mitglied stützt Rebellengruppen im Kampf gegen Assad und hat Russland wegen der Luftangriffe scharf kritisiert. Die Provinz Aleppo wird im Moment von Regierungseinheiten, verschiedenen Rebellengruppen sowie dem IS beherrscht.

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