Zu aufreizend?

Sexy-Kleidung bleibt umstritten

Oberösterreich
08.05.2006 19:31
Kaum nähert sich die heiße Jahreszeit, beginnt auch wieder die Nabelschau: Junge Mädchen werden von Erwachsenen schnell kritisiert, wenn sie sich bauchfrei und sexy präsentieren. In einer Vöcklabrucker Hauptschule ist freizügige Kleidung sogar per Hausordnung untersagt. Tatsächlich macht´s die Mode den Mädeln nicht leicht.

„Schule ist ein Arbeitsplatz und kein Freizeitplatz. Dementsprechend haben sich die Mädchen zu kleiden“, ist Gabriele Sieb, Direktorin der Vöcklabrucker Franziskanerinnen-Hauptschule streng: „Bei uns steht auch in der Hausordnung drin, dass sie vernünftig gekleidet sein müssen. Bauchfrei und Spaghettiträger-Leiberln sind in unserer Schule nicht erwünscht. Da lasse ich mich auf keine Diskussionen ein.“

Im Rieder Gymnasium sind bauchfreie Shirts kein Problem: „Bei uns regt sich nur eine Mitarbeiterin drüber auf. Früher waren es halt die langen Haare, jetzt sind es die bauchfreien Leibchen“, schmunzelt Bürodame Christine Renner.

Nicht mit Sittenstrenge, sondern mit der Vorbereitung aufs Berufsleben wird in der HAK Braunau argumentiert: „Wer ein nettes Äußeres hat, tut sich im Geschäftsleben leichter. Das wollen wir den Schülern beibringen  und vernünftige, passende Kleidung ist auch Thema bei den Bewerbungstrainings“, erklärt Direktor Wilhelm Zechovsky von der HAK Braunau.

Der Linzer Modeschöpfer Gottfried nimmt die Mädchen in Schutz: „Die Hosen und Röcke sitzen irrsinnig tief, die Leibchen sind eng und kurz - da schaut schnell der Bauch heraus. Nur leider passt diese Mode selten wem…“

 

 

Foto: Erich Petschenig

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