22.07.2015 17:25 |

"Schwarze Liste"

Ukraine: Gerard Depardieu als Künstler unerwünscht

Gerard Depardieu ist wegen seiner Nähe zu Kremlchef Wladimir Putin bei ukrainischen Behörden in Ungnade gefallen. Nach "antiukrainischen Äußerungen" sei der Filmstar aus Frankreich auf eine vorläufige "schwarze Liste" von 567 ausländischen Künstlern gesetzt worden, teilte das Kulturministerium in Kiew am Mittwoch mit.

Die Liste sei von "besorgten Bürgern" erstellt worden. Sollte nun etwa der Geheimdienst feststellen, dass von Depardieu eine "Gefahr für die nationale Sicherheit" ausgehe, würden seine Filme verboten.

Zuletzt sorgte Depardieu im Mai für Aufsehen, als er beim Filmfestival in Cannes seine Sympathie zu Russland und Putin bekräftigte. "Ich kenne Wladimir Putin, ich mag ihn sehr", so Depardieu. "Ich fahre viel in die UdSSR, äh, nach Russland", sagte der 66-Jährige, was bei den Journalisten für Erheiterung sorgte. Zum Ukraine-Konflikt sagte der Schauspieler damals, er sei "wie jeder schockiert über die Situation". Niemand verstehe die dortige Lage. "Ich liebe das ukrainische Volk, aber Konflikte sind nicht mein Gebiet", sagte Depardieu. "Ich hasse Krieg, ich hasse Konflikte, weil Menschen sterben."

Um einem drohenden Spitzensteuersatz von 75 Prozent in Frankreich zu entkommen, war Depardieu Ende 2012 zunächst aus Frankreich nach Belgien umgezogen. 2013 nahm er außerdem die russische Staatsbürgerschaft an, die ihm Putin persönlich angeboten hatte.

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