26.04.2006 18:46 |

Land der Optimisten

Weitgehend Zuversicht trotz Arbeitsplatzsorgen

Die Österreicher blicken der Zukunft mehrheitlich positiv entgegen. Das ist insofern beachtlich, weil viele eine Zunahme der Arbeitslosigkeit befürchten. Das ist das am Mittwoch veröffentlichte Ergebnis einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "Spectra".

Von den 1.000 repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ab 15 Jahren befragten Personen blickten 53 Prozent den kommenden zwölf Monaten "mit Zuversicht" entgegen, 34 Prozent "mit Sorge". 13 Prozent enthielten sich der Stimme.

Bei der Frage nach der weiteren Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Österreich im selben Zeitraum rechneten 54 Prozent mit einem Zunehmen, nur sechs Prozent mit einem Abnehmen, 33 Prozent mit einem Gleichbleiben. Überrascht waren die Meinungsforscher darüber, dass 44 Prozent der Österreicher grundsätzlich glauben, die absolute Zahl der Arbeitsplätze sei zurückgegangen. Immerhin sei es laut Statistik Austria so, dass zwischen 1994 und 2004 die absolute Zahl um zirka 90.000 gestiegen sei.

Problem Arbeitslosigkeit wird hingenommen
42 Prozent der Befragten glauben, dass es wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gebe. Eine mit 41 Prozent nahezu ebenso große Gruppe äußert sich hingegen resignativ und vertritt die Meinung, Österreich werde weiterhin mit einer hohen Arbeitslosigkeit leben müssen.

"Was sind die Hauptgründe für die steigende Arbeitslosigkeit?", fragte Spectra. 62 Prozent nennen das Abwandern von Betrieben nach Osteuropa und Asien. 53 Prozent verweisen auf moderne Technologien, durch deren Einsatz mit weniger Leuten immer mehr produziert werden könne. 49 Prozent machen falsche Politikerentscheidungen dafür verantwortlich. 47 Prozent glauben, "Ausländer nehmen den Österreichern Arbeitsplätze weg".

Montag, 14. Juni 2021
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