15.06.2015 07:18 |

Fehlende Bescheide

Land Tirol zahlte 80.000 Euro für leeres Asylheim

80.000 Euro für nichts und wieder nichts: So viel Geld hat das Land Tirol in den vergangenen fünf Monaten für ein Haus in Innsbruck bezahlt, das als Asylheim genutzt werden sollte. Bis dato ist dort aber noch kein Flüchtling eingezogen. Der Grund: Anrainer beeinspruchten die mangelhaften Bescheide und erhielten Recht - für die Tiroler FPÖ ein "gefundenes Fressen".

Mit 1. Februar hat die Soziale Dienste GmbH ein Haus in der Innsbrucker Bruneckerstraße gemietet - Kosten: 16.000 Euro netto pro Monat -, mit dem Ziel, das Haus als Flüchtlingsheim zu nutzen. Mittlerweile sind fast fünf Monate vergangen, doch Flüchtling ist bislang noch kein einziger eingezogen. Der Grund: Anrainer erhoben Einspruch und bekamen Recht. Mietreduktion gab es freilich noch keine, 80.000 Euro wurden bisher bereits an die Besitzer überwiesen.

"Das Asylheim Bruneckerstraße, das von uns Freiheitlichen wegen der geografischen Lage immer abgelehnt wurde, entpuppt sich nun auch noch als Fehlinvestition, die den Steuerzahler bisher 80.000 Euro gekostet hat", stellt Tirols FP-Chef Markus Abwerzger fest. Als Rechtsanwalt ist er auch mit den Hintergründen vertraut: "Es gibt Probleme mit der geplanten Nutzung des Gebäudes. Es gab mangelhafte Bescheide. Anrainer haben sich mit ihrem Einspruch durchgesetzt."

Wann das Objekt bezogen werden kann, ist völlig offen. Abwerzger will aber gehört haben, dass es einen Mietvertrag über zehn Jahre gibt.

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