Große Pensionsserie

Die nächste Reform kommt – doch was bringt sie?

Wirtschaft
01.05.2015 16:53
Es liegt vor allem an der steigenden Lebenserwartung, sodass viele länger in den Genuss ihres Ruhestandes kommen. Mittelfristig wird das zum Problem: Schon 2013 mussten laut Eco Austria 43 Prozent der Pensionskosten, konkret 20,5 Milliarden Euro, aus dem Budget zugeschossen werden. Wie schnell das weiter ansteigt, geht aus der Vorschau des Finanzministeriums bis 2019 hervor: Da geht man davon aus, dass diese Zahl auf fast 24 Milliarden explodiert.

Gegenüber heuer wird mit einem Plus von 24,7 Prozent (!) in der Pensionsversicherung und von 13,5 Prozent bei den Beamtenpensionen gerechnet. Finanzminister Hansjörg Schelling drängt daher zur Eile: "Wir werden jetzt eine Expertengruppe einrichten, die mögliche Reformschritte vorbereitet."

Wenn Anfang 2016 wie mit dem Koalitionspartner vereinbart das System "evaluiert" wird, dann sollen mögliche Korrekturen bereits vorbereitet sein. Schelling: "Es dauert immer Jahre, bis etwas wirkt. Und aus Gesprächen mit Experten weiß ich, dass unser Problem nicht die nähere Zukunft ist, sondern wie wir in 20 Jahren die Pensionen sichern können."

2013 mussten 43 Prozent der Pensionskosten, konkret 20,5 Milliarden Euro, zugeschossen werden. (Bild: Krone-Grafik)
2013 mussten 43 Prozent der Pensionskosten, konkret 20,5 Milliarden Euro, zugeschossen werden.

"Schwedisches Modell" als Vorbild?
Der Sozialforscher Bernd Marin und andere schlagen vor, dass wir uns am "schwedischen Modell" orientieren sollen: Die auf dem Pensionskonto gutgeschriebenen Beiträge sinken bei steigender Lebenserwartung, außer man arbeitet länger. Daraus kann man den Schluss ziehen, dass es sich vor allem für Jüngere lohnt, rechtzeitig selber für eine Pension vorzusorgen.

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