02.04.2006 17:29 |

Pakistan

Neun Tote nach Landminen-Explosionen

Bei vier Landminen-Explosionen sind am Sonntag in der südwestpakistanischen Provinz Belutschistan mindestens neun Menschen, darunter eine Frau, getötet sowie zwölf weitere verletzt worden. Die Anschläge wurden von den Regierungsbehörden nationalistischen Stammes-Extremisten zugeschrieben.

Fünf Soldaten und ein Zivilist starben, als ihr Fahrzeug im Bolan-Bezirk auf eine Mine fuhr. Die Soldaten hatten Mitarbeiter der staatlichen Ölgesellschaft PPL begleitet. Im Kholu-Bezirk trat ein zehnjähriger Junge auf eine Mine. Das Kind wurde schwer, seine Mutter tödlich verletzt.

Als Anwohner zur Hilfe kommen wollten, trat ein Mann auf eine zweite Mine und kam dabei ums Leben. Zehn weitere Menschen wurden verletzt. Eine andere Minenexplosion im Jaffarabad-Bezirk tötete einen Traktorfahrer.

Terroristen fordern Beteiligung an Erdgas-Geschäften
Aufständische in der an Erdgas reichen Provinz Belutschistan fordern eine Autonomie für ihre Provinz und eine gerechtere Beteiligung an den Erdgas-Einkünften. Allein im März waren bei Anschlägen von Extremisten in Belutschistan mindestens 36 Menschen ums Leben gekommen. Im Februar waren drei chinesische Ingenieure und ihr Fahrer erschossen worden. Anschläge mit Landminen zählen zu den tückischsten.