Der zweifach vergoldete "Morgi" aus Seeboden hatte es der 14-jährigen Juliane Sch. aus Sachsen angetan. Die Schülerin des Goethe-Gymnasiums in Auerbach schwärmt für den Kärntner, den sie nur aus Zeitungen und aus dem Fernsehen kennt. Heiße Liebesbriefe an den Olympioniken blieben jedoch unbeantwortet.
Europaweite Suche nach dem Mädchen
Vor zwei Wochen hatte Juliane deshalb den Entschluss gefasst, zu ihrem Idol zu fahren. Sie packte ihren Rucksack, nahm ihre Ersparnisse mit und fuhr in aller Früh los - nicht zur Schule, sondern nach Kärnten. Als sie am Nachmittag nicht nach Hause kam, schlugen ihre verzweifelten Eltern Ramona und Gunter Sch. Alarm. Große Suchaktionen wurden organisiert, europaweite Suchmeldungen und Fahndungen im Internet liefen an. Vergebens.
Das blonde Mädchen blieb spurlos verschwunden. Bis sie sich vergangenen Samstagabend endlich telefonisch daheim meldete: "Ich bin in Villach, ich bin hungrig und mir ist kalt." Dann riss das Gespräch ab.
Vater fand sie auf eigene Faust
Ihr Vater fuhr gleich Sonntag mit dem Auto nach Villach, neun Stunden lang. Er suchte auf eigene Faust und fand Julia, auf einer Bank im Hauptbahnhof hockend, konnte sie überglücklich in die Arme schließen.
Zwölf Tage lang war das zierliche Mädchen in Zügen und auf Bahnhöfen herumgeirrt, ihren "Morgi" hat sie aber nicht gesehen.
Text: Martin Radinger, Kronen Zeitung
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