27.03.2006 21:18 |

Geständnis

Bin Laden gab Auftrag zu Anschlägen

Der Terrorverdächtige Zacarias Moussaoui war nach eigener Aussage doch als Todespilot für den 11. September 2001 vorgesehen. Er habe von Al-Kaida-Führer Osama bin Laden den Auftrag erhalten, an diesem Tag ein Flugzeug ins Weiße Haus in Washington zu steuern, sagte Moussaoui bei seiner ersten Aussage in seinem Prozess in Alexandria bei Washington.

Der im Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 11. September angeklagte Franzose marokkanischer Herkunft hatte sich bereits in der Vergangenheit bei Vernehmungen schuldig bekannt. Es war jedoch das erste Mal, dass er den 11. September als Datum für den geplanten Anschlag nannte. Das bekennende Al-Kaida-Mitglied war im August 2001, also kurz vor den Terroranschlägen in New York und Washington, festgenommen worden.

Bisher hatte der Franzose den Vorwurf zurückgewiesen, unmittelbar in die Planungen für den 11. September 2001 eingebunden gewesen zu sein. Früher hatte er angegeben, der Angriff auf das Weiße Haus habe unabhängig von den Terroranschlägen auf das World Trade Center in New York und das Pentagon stattfinden sollen. In dem Prozess in Alexandria droht ihm die Todesstrafe.

Die Staatsanwaltschaft wirft Moussaoui vor, sein Wissen um die Planungen für den 11. September nach seiner Festnahme im August 2001 für sich behalten zu haben. Hätte er die Ermittler über die Pläne informiert, so hätten die Anschläge verhindert werden können, so die Argumentation der Anklagebehörde. Demnach wäre Moussaoui für den Tod von 3.000 Menschen im World Trade Center, im Pentagon und an Bord der vier entführten Flugzeuge zumindest mitverantwortlich.