Mo, 23. Juli 2018

Negative Rendite

08.04.2015 18:23

Schweiz verdient sogar beim Schuldenmachen Geld

Die Schweiz hat erstmals mit der Ausgabe einer zehnjährigen Anleihe Geld verdient. Bei der Aufstockung der im Jahr 2025 fälligen und mit einem Coupon von 1,5 Prozent ausgestatteten Bundesanleihe am Mittwoch waren die Anleger bereit, mehr zu bezahlen, als sie bei der Tilgung zurückerhalten werden.

Die Anleihe hat nach Angaben der Finanzverwaltung eine Rendite von minus 0,055 Prozent. Vor gut einem Jahr warfen zehnjährige Anleihen noch ein Prozent Rendite ab. Mit Bonds kürzerer Laufzeit verdient die Eidgenossenschaft schon länger Geld. Für dreimonatige Geldmarktpapiere nehmen Anleger seit August 2011 eine negative Rendite in Kauf.

Die Nachfrage nach der neuen Tranche der 2025er-Anleihe hielt sich in Grenzen. Anleger zeichneten insgesamt 394 Millionen Euro. Die Finanzverwaltung teilte 223 Millionen Euro zu einem Kurs von 116,0 Prozent zu.

Starke Nachfrage nach Anleihen
Anleihen der Eidgenossenschaft sind seit dem Ausbruch der Finanz- und Schuldenkrise stark gefragt, weil sie als sehr sicher gelten. Zudem versuchen Anleger mit dem Kauf von leicht negativ rentierenden Bundesanleihen, den Strafzins von 0,75 Prozent zu umgehen, den die Notenbank von den Banken erhebt, wenn sie Guthaben bei der SNB parken.

Kurz nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank Mitte Jänner rutschte die Rendite der bereits gehandelten zehnjährigen Anleihen erstmals ins Minus. Das Rekordtief wurde am 28. Jänner mit minus 0,284 Prozent erreicht.

Auch Spanien verdiente beim Schuldenmachen
Auch Spanien hat erstmals bei einer Versteigerung von kurzlaufenden Staatspapieren Geld verdient. Die durchschnittliche Rendite von Bonds mit sechs Monaten Laufzeit fiel am Dienstag auf das Rekordtief von minus 0,002 Prozent, wie die spanische Finanzagentur mitteilte. Bei der Emission im Vormonat hatte der Staat Anleger noch mit Zinsen von 0,036 Prozent geködert, nun mussten Investoren draufzahlen.

Dennoch war die Nachfrage der Anleger groß und übertraf das Angebot um das Fünffache. Bei der Emission von Zwölf-Monats-Papieren sank die Rendite auf 0,006 Prozent, blieb aber knapp im positiven Bereich. Insgesamt flossen 4,65 Milliarden Euro in die Staatskasse.

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