Mo, 20. August 2018

Schlechter Verlierer

27.01.2015 17:10

Samaras verweigert Tsipras Regierungspasswörter

Seit Montag ist Alexis Tsipras als neuer griechischer Premier im Amt. Doch auch einen Tag nach seiner Angelobung haben seine Mitarbeiter keinen vollen Zugriff auf das Regierungsnetzwerk. Vorgänger Antonis Samaras entpuppt sich nämlich als schlechter Verlierer und hat sich vorerst geweigert, sämtliche Passwörter an Tsipras' Mannschaft zu übergeben. Daher ist die neue Regierung derzeit noch ohne WLAN-Zugang. Außerdem zeigt die offizielle Website der Regierung nach wie vor Samaras.

Wie "Spiegel Online" am Dienstag berichtete, arbeitet das Kabinett derzeit im Amtssitz des Premiers, in der Villa Maximos, ohne Internetzugang. "Wir sitzen im Dunkeln. Wir haben kein Internet, keine E-Mails, keine Möglichkeit, miteinander zu kommunizieren", beklagte ein Mitarbeiter, der bereits für mehrere Regierungen gedient hatte.

"Das ist noch nie vorgekommen. Das zeigt, dass Samaras' Team kein Benehmen und keinen Anstand hat", meinte der Beamte gegenüber dem deutschen Magazin.

Keine persönliche Amtsübergabe, Seifen verschwunden
Dass er kein guter Wahlverlierer ist, bewies der konservative Samaras bereits am Tag der Angelobung. Eigentlich ist es Tradition, dass der scheidende Regierungschef seinen Nachfolger in der Villa Maximos empfängt und ihn durch die Räumlichkeiten führt. Doch Tsipras musste ohne diese "Gastfreundlichkeit" auskommen. Griechische Medien berichteten sogar, dass nicht einmal Seifen in den Mitarbeitertoiletten hinterlassen worden seien.

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