Baumeister Christoph Zechner hat am Mittwoch die 24 massiven Betonbänke vor dem Rathaus in Klagenfurt aufgestellt. Mit ihrer festen Verankerung im Boden sollen sie bei Großveranstaltungen wie Christkindlmarkt oder Altstadtzauber einen wirksamen Schutz vor möglichen Terroranschlägen bieten.
Baumeister Christoph Zechner hat mit der Firma Zemrock am Mittwoch auf Initiative der FPÖ-Stadträtin Sandra Wassermann die 24 massiven Betonbänke vor dem Rathaus montiert. Mit ihrer festen Verankerung im Boden sind sie bei den vielen Veranstaltungen ein massiver Schutz vor möglichen Terroranschlägen mit Fahrzeugen. Die neuen Bänke dienen damit nicht nur als Sitzgelegenheiten, sondern vor allem als sichere Barrieren zum Schutz der Bevölkerung.
„Die bisherigen Maßnahmen zum Terrorschutz waren teuer und haben bei vielen Bürgern Ängste ausgelöst. Das ist nun nicht mehr der Fall“, meint Christoph Zechner. Mit den neuen Betonbänken soll sich das ändern: Sie fügen sich in das Stadtbild ein und verbinden Sicherheit mit ansprechender Architektur.
Eine Bank schützt vor 3,2 Tonnen
Ihr Gewicht ist beachtlich. „Eine wiegt 1,3 Tonnen, mit dem System und der Verankerung aber 3,2 Tonnen. Das ist ein enormes Gewicht“, erklärt Christoph Zechner. „Auf jeder Seite des Neuen Platzes werden elf Bänke aufgestellt, zwei weitere kommen an die Stirnseiten. Insgesamt sind es 24 Stück. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 134.000 Euro“, sagt Zechner.
„Wir haben die Bänke jetzt 9020 Carinthia getauft“, sagt Zechner. Er rechnet damit, dass das Konzept auch über Klagenfurt hinaus auf Interesse stoßen wird: „Denn es kommen sicherlich auch von anderen Städten Anfragen.“
Terrorschutzbank „9020 Carinthia“ ist gefragt
Auch innerhalb Klagenfurts können die Betonbänke bei Bedarf an anderen Plätzen montiert werden. Damit bietet das System der Stadt eine flexible Möglichkeit, öffentliche Räume bei Veranstaltungen besser abzusichern.
Optisch sollen die neuen Sicherheitsmaßnahmen ebenfalls überzeugen. Die Betonbänke fügen sich in die Gestaltung des Neuen Platzes ein. Die bisherigen Holzbänke bleiben weiterhin bestehen.
Terrorwarnstufe 4 von 5 besteht
In Klagenfurt gilt wie in ganz Österreich die Terrorwarnstufe 4 von 5 – „hoch“. Diese zweithöchste Warnstufe besteht seit Herbst 2023 aufgrund der anhaltenden abstrakten Gefährdungslage. Die fest verankerten Betonbänke sollen verhindern, dass Fahrzeuge bei großen Menschenansammlungen in die Menge gelenkt werden können.
Damit setzt Klagenfurt auf eine Sicherheitslösung, die im Alltag als Sitzgelegenheit genutzt werden kann und bei Großveranstaltungen zugleich eine Schutzfunktion erfüllt. Auch Sandra Wassermann ist froh, dass der Beschluss des Stadtsenats so gut umgesetzt wurde. „Der Neue Platz schaut nun schön und sicher aus.“
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