¿OÖ-Test¿ top secret

Ohne sich anzustrengen, besteht keiner 36 Fragen

Ein „Schweigegelübde“ erlegte sich nun der Leiter der Staatsbürgerschaftsabteilung zum geplanten Landeskundetest für Neo-Oberösterreicher auf: Einbürgerungswillige müssen, wie berichtet, in Zukunft 18 Fragen zu ihrer neuen Heimat beantworten. Zuvor müssen die „Aspiranten“ allerdings eine Broschüre studieren. Eines scheint klar: Ohne sich zu plagen, besteht keiner alle 36 Fragen.

„Zuerst müssen wir die Fragen gemeinsam in Ruhe ausarbeiten, erst dann können wir damit an die Öffentlichkeit gehen“, ruderte Staatsbürgerschaftsleiter Udo Stummer am Montag förmlich zurück. Sein spaßiges Fragebeispiel in der Sonntags-„Krone“: „Wohin fährt die Summerauerbahn?“ hatte dem Spitzenbeamten mehr Medienanfragen als begehrt beschert.

Stummer präzisiert nun gegenüber der „Krone“ seine Vorstellung von den insgesamt 36 Fragen: „Es geht uns nicht allein um die simple Antwort ,Prag´, sondern um das Verständnis. Dass nämlich die Summerauerbahn einst entstand, weil aus dem Salzkammergut Salz nach Linz und von dort über die Pferdeeisenbahn nach Budweis und infolge nach Prag gebracht wurde. Dieser geschichtliche Hintergrund ist uns wichtig.“

Was ist Österreich?
Vom Innenministerium würden die Staatsbürger in spe hingegen zum Überbau befragt. Beispielsweise nach unserer Staatsform: „Ist Österreich eine Monarchie, Diktatur oder Republik?“

Die 36 Fragen zur Landeskunde sollen aber vorerst geheim bleiben, berichtet Stummer: „Es bringt nichts, wenn sie zitzerlweise an die Öffentlichkeit gelangen.“ Er fürchtet ohnedies, dass die „Rätsel-Rallye“ nach zwei Durchgängen zumindest den Prüflingen bestens bekannt ist.

Eigene Kurse sollen nicht angeboten werden: Doch das Durchackern einer Landesbroschüre wird wohl keinem erspart bleiben.

Samstag, 12. Juni 2021
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