Ein Jahrzehnt später:

Griechische Österreich-Liebe auf den zweiten Blick

Handball
09.10.2026 07:30

Das erste Österreich-Intermezzo von Vöslaus Chrysanthos Tsanaxidis stand unter keinem guten Stern, musste vorzeitig beendet werden. Zehn Jahre später wollte es der Grieche aber noch einmal wissen, wechselte deshalb im Sommer zum amtierenden Meister.

Österreich und Vöslau-Rückraum Chrysanthos Tsanaxidis – das war im ersten Anlauf nicht wirklich ein Traumpaar. 2016 wechselte der Grieche im zarten Alter von nur 19 Jahren zum damaligen HLA-Klub Leoben. Doch das kurze Intermezzo in der Steiermark entwickelte sich für „Chrys“ zum absoluten Albtraum ....

Nach der Schmach zum Top-Spieler gereift
„Das war meine erste Station außerhalb von Griechenland“, erinnert sich der Hüne, der damals voller Euphorie in das neue Abenteuer starten wollte. Doch daraus wurde nichts – bereits nach kurzer Zeit verletzte sich Tsanaxidis schwer, Komplikationen bei der Operation zogen den Heilungsprozess in die Länge. Das Projekt „Ausland“ war schnell wieder ad acta gelegt, es ging zurück in die Heimat. Wo sich der nunmehr 29-Jährige bei sämtlichen Top-Klubs bewies, bei Paok Saloniki und Olympiakos Piräus (Triple 2025/26) zur Stammkraft wurde.

Tsanaxidis (am Ball) kam im Sommer von Olympiakos nach Vöslau.
Tsanaxidis (am Ball) kam im Sommer von Olympiakos nach Vöslau.(Bild: Instagram: chrysanthos_t)

Fehlende Konkurrenz
Das schief gegangene Kapitel in Österreich schien Tsanaxidis allerdings nicht vergessen zu haben, drum wechselte er im Sommer in die Thermenstadt. „Das konnte ich so auf gar keinen Fall stehen lassen“, lacht der amtierende griechische Meister, dem die fehlende Konkurrenz zu langweilig wurde. „Dort gibt es drei große Teams, die Jahr für Jahr um den Titel spielen. Der Rest ist meilenweit davon entfernt, wodurch du oft auf Halbgas ohne große Probleme gewinnst.“

„Gibst 110 Prozent und verlierst trotzdem“
In Österreich ist das anders – wurden in den letzten fünf Jahren vier verschiedene Teams Meister. „Alles ist knapper beisammen. Auch wenn du 110 Prozent gibst, heißt das nicht, dass du gewinnst.“ Das bekamen Tsanaxidis und Vöslau bereits am eigenen Leib zu spüren. Vor dem Freitagabend-Duell (19 Uhr) Duell in Bärnbach steht der amtierende Meister nur auf Rang neun. „Das wird schon werden! Der Derby-Sieg kann uns beflügeln“, winkt der Rückraum ab.

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