Der normale Wahnsinn

“Alles ist Liebe”: So stressig ist Weihnachten

Kino
03.12.2014 15:35
Weihnachtsfilme sind ein heikles Genre. Die Gefahr, mit Rührseligkeit in zuckersüße Belanglosigkeit abzustürzen, lauert hinter jedem Tannenzweig. Der deutsche Komödienspezialist Markus Goller vermeidet zu Beginn seines prominent besetzten Ensemblefilms "Alles ist Liebe" (Kinostart: 4. Dezember) alle Betulichkeiten und legt Tempo vor.

Kurz vor dem Fest der Liebe regiert der ganz normale Wahnsinn, hektische Betriebsamkeit allerorten: Verkäuferin Kiki (Nora Tschirner) trifft nach zehn Jahren ihre große Liebe Jan (Tom Beck) wieder, der sich vom netten Buben von nebenan zum eitlen Filmstar gewandelt hat. Kikis schwuler Bruder Viktor (Christian Ulmen), ein Vollstreckungsbeamter, will endlich seinen Freund Klaus (Friedrich Mücke), einen Bestatter, zum Traualtar führen. Ein wunderbares Pärchen.

Von ihrer Ehe verabschieden kann sich Clara (Heike Makatsch), als sie vom Seitensprung ihres Mannes Hannes (Wotan Wilke Möhring) erfährt, der aber dann reumütig um Ehefrau und Kind kämpft. Und so langsam wird es dann doch rührselig: Die herzensgute Simone (Katharina Schüttler) vergibt ihrem chaotischen, arbeitslos gewordenen Mann Kerem (Fahri Yardim) jeden Fauxpas, auch wenn der Gabentisch der Kinder leer bleibt. Und dann ist da noch Elmar Wepper als gestrandeter, obdachloser Weihnachtsmann-Darsteller Martin mit Bierfahne. Der Mann fürs Gemüt.

(Bild: UPI)
(Bild: UPI)
(Bild: UPI)

Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Ein recht konventionell dahinplätschernder Ensemblefilm, der vom Charme einzelner Darsteller profitiert, die zwischen Lichterglanz und Amors Schikanen eine recht turbulente Adventszeit durchleben. Mit der Herzens-Chemie in der britischen X-mas-Komödie "Tatsächlich Liebe" (unvergessen schusselig: ein verliebter Hugh Grant!) kann der deutsche Vorweihnachtspaarlauf allerdings nicht ganz mithalten.

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