23.11.2014 14:21 |

Österreich Platz 15

So ungleich ist der Wohlstand in der EU verteilt

Einmal jährlich erstellt das Legatum Institute in London den Prosperity Index. Für diesen Wohlstandsindex werden neben wirtschaftlichen Daten, die Voraussetzungen für Unternehmer, die Regierungsführung, Bildung, Gesundheit, Sicherheit, persönliche Freiheit und soziales Kapital bewertet. Die Zahlen zeigen, dass der Wohlstand in der EU höchst ungleich verteilt ist. Österreich liegt im Ranking auf Platz 15.

Angeführt wird das Ranking, bei dem 142 Länder in den acht verschiedenen Unterkategorien miteinander verglichen werden, schon das fünfte Jahr in Folge von Norwegen, das ebenso wie die zweitplatzierte Schweiz nicht Mitglied der Europäischen Union ist. Auf Rang drei ist Neuseeland zu finden, die USA liegen unmittelbar hinter den Niederlanden auf Platz 10, Japan auf Rang 19.

Wohlstand in Skandinavien am größten
Ein Blick auf die Daten (reiche Länder sind dunkelgrün, arme dunkelrot dargestellt) des Legatum Institute zeigt, dass der Unterschied zwischen wohlhabenden und armen Ländern in der EU ziemlich deutlich ist. Am größten ist der Wohlstand in Skandinavien, wo Dänemark, Schweden und Finnland die Plätze vier, sechs und acht belegen.

Während es auch für die Staaten in Mitteleuropa und die Inselstaaten der EU gut aussieht - die Niederlande, Irland, Großbritannien, Deutschland, Österreich (15), Luxemburg und Belgien liegen in der Auflistung auf den Rängen 9 bis 17 -, ist der Wohlstand im Süden bereits deutlich geringer. Die ersten Länder mit Mittelmeerküste wie Frankreich, Malta, Slowenien, Spanien und Portugal sind im Ranking erst zwischen Platz 21 und 29 zu finden.

Italien nur mehr auf Osteuropa-Niveau
Gleich um elf Ränge ist seit dem Vorjahr Italien (37) abgerutscht, das damit auf dem Niveau der osteuropäischen Länder wie Polen, Estland, der Slowakei, Ungarn, Zypern, Litauen und Lettland, die auf den Plätzen 31 bis 44 zu finden sind, angelangt ist. Bei den meisten von ihnen ist es die mangelnde Wirtschaftskraft, die eine bessere Platzierung verhindert.

Das von der Finanzkrise gebeutelte Griechenland verlor gegenüber 2013 nicht weniger als 23 Plätze und ist im Prosperity Index nur noch auf Rang 59 und damit ziemlich weit unten zu finden. Ebenso wie die einstigen Ostblockstaaten Bulgarien (48) und Rumänien (60) sowie Kroatien (50). Auch bei diesen Ländern ist ihre schwächelnde Wirtschaft der Hauptgrund für die schlechte Platzierung. So liegt etwa Griechenland in dieser Kategorie bereits auf einem Niveau mit armen Staaten wie Botswana oder dem Senegal.

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