13.02.2006 10:35 |

Gift-Unfall

Neuer Chemieunfall in China vergiftet Fluss

Nach einem neuen Chemieunfall in China ist ein Fluss mit giftigen Abwässern im Norden des Landes stark verschmutzt worden. Drei von vier Sinkbecken eines Chemieunternehmens in Mizhi (Provinz Shanxi) seien eingestürzt, wodurch 2000 Tonnen giftige Abwässer in den Fluss Wuding gelangt seien, berichteten am Montag chinesische Medien.

Die Schadstoffkonzentrationen im Flusswasser seien so hoch, dass sie für Menschen gefährlich sein könnten. Nach ersten Schätzungen sei unter anderem eine Tonne Sulfid in den chemikalischen Abwässern. Der Unfall passierte bereits vor einer Woche in der Nacht zum 5. Februar, wurde aber erst am Montag in den Medien berichtet.

In den vergangenen drei Monaten nach der zunächst vertuschten Umweltkatastrophe im Songhua Fluss in Nordostchina sind gleich mehrere große Fälle von Wasserverschmutzung durch Chemieunfälle und Lecks bekannt geworden, die die Trinkwasserversorgung für Millionen von Menschen bedroht haben.

Foto: Symbolbild