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10.10.2014 10:00

Flug MH17: Sauerstoffmaske bei Passagier gefunden

Die Mitteilung, wonach bei einem der toten Passagiere des Unglückflugs MH17 eine Sauerstoffmaske gefunden wurde, sorgt in den Niederlanden für große Aufregung. Dass der niederländische Außenminister zuerst die Öffentlichkeit informierte, bevor er sich an die Angehörigen der Opfer wandte, erhitzt die Gemüter.

Das Flugzeug mit der Flugnummer MH17 war am 17. Juli auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur über der Ukraine abgestürzt, 298 Menschen - darunter fast 200 Niederländer - starben. Die ukrainische Regierung und der Westen machen prorussische Separatisten dafür verantwortlich und werfen ihnen vor, die Maschine mit einer Luftabwehrrakete abgeschossen zu haben. Russland hingegen macht die Ukraine für den Abschuss verantwortlich.

Talkshow-Auftritt bringt Minister in Bedrängnis
Der niederländische Außenminister Frans Timmermans erwähnte den Fund der Sauerstoffmaske bei einem der Opfer am Mittwochabend in der TV-Talkshow "Pauw". "Ich frage mich, ob die Passagiere wussten, dass die Maschine abstürzt, und wenn, hatten sie noch die Zeit, sich gegenseitig in die Augen zu sehen und sich voneinander zu verabschieden?", so Timmermans. "Aber wissen Sie, jemand wurde mit einer Sauerstoffmaske auf dem Mund gefunden - also hatten sie wohl die Zeit, um diese aufzusetzen."

Zwar hatten die Behörden bereits zuvor der Familie des Passagiers vom Fund der Sauerstoffmaske erzählt, doch die Angehörigen der anderen MH17-Opfer reagierten entsetzt, dass die Öffentlichkeit noch vor ihnen informiert wurde.

Timmermans entschuldigte sich am Donnerstag: "Ich hätte das nicht sagen sollen." Ihm gehe das Schicksal der Passagiere der abgestürzten Malaysia-Airlines-Maschine sehr nahe, er fühle mit den Angehörigen.

Sauerstoffmaske um Hals gewickelt
Den niederländischen Ermittlern zufolge hatte der Passagier - er stammte aus Australien - die Sauerstoffmaske um den Hals gewickelt. Diese Erkenntnis wirft die Frage auf, wie viel die Passagiere an Bord wirklich von dem Unglück mitbekamen. Bislang ging man davon aus, dass alle Fluggäste und die Crew sofort nach dem Einschlag der Rakete starben. Auch im vorläufigen offiziellen Bericht über die Katastrophe, der am 9. September veröffentlicht wurde, ist nicht erwähnt, dass ein Opfer eine Sauerstoffmaske trug.

Der Fund legt nahe, dass die Passagiere sehr wohl wussten, welches Schicksal ihnen bevorsteht. Allerdings wurde bei keinem anderen Opfer eine Sauerstoffmaske entdeckt.

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