War es unkorrektes Verhalten eines Schulleiters, oder ist es ein Racheakt, initiiert von Eltern und Schülern? An einer Bildungseinrichtung in der Steiermark gehen derzeit die Wogen hoch.
Dass es an Schulen zu Unstimmigkeiten zwischen Schülern, Lehrkräften und Eltern kommt, ist nicht ungewöhnlich. Ab und an spitzt sich die Situation aber zu. Möglicherweise sorgen die Ferien nun dafür, dass sich die Wogen glätten – so hoffen das derzeit viele Beteiligte an einer steirischen Schule. Denn dort wird ordentlich gezankt, wie die „Krone“ erfahren hat. Der Ärger einiger Schüler und Eltern richtet sich gegen den Direktor: „Aufgrund seines Verhaltens sind sogar schon einige aus dem Elternverein ausgetreten“, berichtet ein erboster Elternteil.
Schülern soll Mittelfinger gezeigt worden sein
Doch was wird dem Schulchef eigentlich vorgeworfen? Unter anderem herrscht eine Schuluniform-Pflicht. Die Schülerinnen können dabei zwischen Hose oder Rock wählen. Doch: „Bei Veranstaltungen besteht der Herr Direktor darauf, dass die Schülerinnen ausschließlich Rock tragen“, beschwert sich ein Vater. Und weiter: Kurz vor der Matura soll der Schulleiter von Maturanten erwartet haben, bei einer Veranstaltung mitzuhelfen. Auf deren Bitte, das nicht tun zu müssen, weil sie die Zeit fürs Lernen benötigen, soll er durch den Gang gewütet haben, die Schüler als „asozial“ beschimpft und ihnen obendrein den Mittelfinger gezeigt haben.
Bei Veranstaltungen besteht der Herr Direktor darauf, dass die Schülerinnen ausschließlich Rock tragen.
Ein erboster Vater
Dem nicht genug, sollen die Schüler dazu verpflichtet worden sein, auf ihren privaten Accounts in den sozialen Medien Werbung für die Schule zu machen, um so die rückläufigen Schülerzahlen einzudämmen. Die Burschen und Mädchen seien mit vielen Vorgängen an der Schule, wie diesen unfreiwilligen Verpflichtungen, nicht einverstanden.
Vorgänge werden „sorgfältig“ geprüft“
Wir nehmen die Vorwürfe gegen die Schulleitung sehr ernst. Jeder Hinweis wird sorgfältig geprüft“, heißt es auf „Krone“-Nachfrage von der Schule. Aber: „Festzuhalten ist, dass die vorgebrachten Vorwürfe in einem zeitlichen Zusammenhang mit schulrechtlichen Maßnahmen gegenüber einzelnen Schülern stehen. Diese Maßnahmen wurden nach eingehender Prüfung gesetzt und basierten auf Verstößen gegen die schulische Ordnung.“
Festzuhalten ist, dass die vorgebrachten Vorwürfe in einem zeitlichen Zusammenhang mit schulrechtlichen Maßnahmen gegenüber einzelnen Schülern stehen.
Stellungnahme seitens der Schule
Ortet man gar einen Racheakt von Schülern und Eltern? „Das kann man so interpretieren“, heißt es. „Unsinn!“, bestreiten betroffene Eltern und Schüler.
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